ders Tode, Dauphin geworden, gemeinsam mit dem Kon-netable in Amboise ein, und die Beiden beriefen auchden Grafen Wilhelm und Niklaus Bossü, genannt derBauer, Anführer von 4000 trefflich gerüsteten Lands-knechten aus Niederteutschland, dahin. Beide befehlig-ten den damaligen Kern der französischen Armee, indemihr Volk meist aus Überresten der im Münster'schen und imDäncnkricge eingeübten und bewahrten Rotten bestand.Schon am 22. desselben Monats mußten sie schlachtgerü-stet zu Abbe'ville eintreffen, indem diese Stadt als der all-gemeine Sammelplatz der Armee festgesetzt worden war.Fürstcnberg schlug sein Lager in den Vorstädten und in derUmgegend auf. (')
Die Gefahr, ganz Piemonl zu verlieren, da außer Tu-rin und Pignerol von wichtigen Platzen beinahe keinermebr in Händen des Königs war, hatte die Ankunft dcSDauphins und Montmorency's beschleunigt. Die französischeArmee bestand aus 1800 Schwerbewaffneten, aus 1800leichten Reitern, aus 15,000 Mann Fußvolk und 8000Teutschen. Mit dieser Macht sollten die Barrikaden desMarchese del Guasto, auf der Straße von Chaumont nachSouza, durchbrochen werden.
Montmorency eilte voraus, die nähere Beschaffenheitderselben, so wie die Stärke des feindlichen Heeres zu er-kunden. Er fand die Barrikaden durch zwei Hügel beherrscht,von denen aus alles, was ihrem Fuße sich näherte, mitReitern leicht bestrichen werden konnte. Gleichwohl wurdeder Entschluß gefaßt, dieser Hügel um jeden Preis sich zubemächtigen; und zwar sollte der linke durch ein? Abhei-lung auserlesener Franzosen, der rechte aber durch GrafWilhelm und seine Deutschen genommen werden. Die leichte
Ibici.