Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
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ten Rotten Fußvolkes abgingen. Hierauf ging neuer Wech-sel der Anführer über die verschiedenen Truppengattungen,so wie der Besatzungen und ihrer Befehlshaber vor. Wil-helm von Fürstenberg, welcher nunmehr wieder ein Heervon 8999 Mann unter sich hatte, erhielt den Befehl, vorDnrlen einzutreffen.

Hier sollte er mit Strozzi und Estampes das Som-merlager beziehen und mit St. Pol die Verbindung unter-halten.

Letztere Veste wurde, mit besonderer Anstrengung, inwehrhaften Stand gesetzt, da man ganz sicher eine Be-lagerung erwarten konnte. Bald ging durch Gefangenedie Nachricht ein: die Hauptabsicht des Grafen Vnrie,welcher den Oberbefehl über die Kaiserischcn führte, seyanfänglich dahin gegangen, nicht sofort auf der StelleCt. Pol zu belagern, sondern zuvor den Grafen von Für-stenbcrg anzugreifen, indem, nach Vernichtung dieses tüch-tigen Feldherr» und seines so sehr gefürchtcten Fußvolkes,Dnrlen und St. Pol von selbst dann fallen würden. Dochwurde der Plan geändert, und nicht zum Nachthcil derkaiserlichen Waffen. St. Pol und Montrole fielen nachhartnackiger Gegenwehr und trotz allen Anstrengungen desGrafen und der übrigen Feldherren des Königs, in dieGewalt der Feinde, und ein mörderisches Blutbad fandbei diesem Anlaß Statt. (')

Der König, zu spat von der Gefahr St. Pols benach-richtigt, um Maßregeln zu dessen Unterstützung zu er-greifen, beschloß nunmehr, den Krieg in Piemont mit al-lem Nachdruck zu erneuern. Gegen Ende des Junius rück-ten der Herzog von Orleans, welcher, nach seines Bru-

(') VIII. ZiZ.

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