Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
44
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daß der Kaiser mit Heeresmacht über die Alpen ziehe,sollte er alles vor sich her verwüsten, damit die Feindealler Lebensmittel und Unterstützung aus seinem eigenenLande beraubt wäre. (')

Wir übergehen die fernen: Ereignisse von da an biszur Heirath des Königs von Schottland mit der französi-schen Prinzessin Maria, welche noch im Jahre 1537 ver-anstaltet wurde und welche Franz I- in der Person Hein-richs VIII, von England einen neuen Gegner ans de» Halslud. Der König ging alsbald, nachdem seine Gesandten,die jenes Monarchen Zorn besänftigen sollten, unverrich-teter Dinge zurückgekehrt waren, von Avignon nach Lyonund sandte den Herzog von Dodcanville, so wie GrafWilhelm, zu deren Truppen noch einige ändere Abtheilnn-gcn stießen, nach Picmont zurück, um die in demselbengegen Frankreich empörten Landschaften wieder zum Ge-horsam zu bringen. Beide Feldherren, zumal aber derGraf,- entsprachen dem Vertrauen des Monarchen und diebetreffenden Gegenden empfanden schwer die Ankunft der Rä-cher. Vor allen die Stadt Conssans, welche von den wilden,habgierigen Landsknechten trotz der Anstrengungen ihresFührers in der Wuth des Sturmes geplündert wurde. (IBeinahe um dieselbe Zeit gaben die Kaiserlichen, welchedas wichtige Turin rings -umschlossen und hart bedrängthatten, die Belagerung dieser Stadt auf, und St. Pol,Anncbault und die übrigen Feldherren des Königs mach-ten betrachtliche Fortschritte. Franz I., durch einen Gift-anschlag auf das Leben des Dauphins in tiefe Bestürzungversetzt, entließ zu Lyon alles Kricgsvolk, dessen er nichtbedurfte, und darunter war selbst der größte Thcil der

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