Theil von Piemont. Der Adnn'ral von Frankreich, Phi-lipp von Chabot, war Oberfeldhcrr der Armee; unterihm befehligte, als oberster Anführer des teutschen Fuß-volks, Wilhelm von Fürstenberg eine Abtheiluug von 6l)ül1Landsknechten, deren Werth von dem Könige jederzeit be-sonders hoch angeschlagen wurde. ()
(') fan'/Iaa, Iiiswire sie Vranoeis I. Bd. VIII., S. 182.
Vermuthlich fällt der Briefwechsel zwischen König Franz undGraf Wilhelm, welcher indem fürstlichen Furstenberger Haupt-archive bewahrt wird, in die Periode dieses Feldzuges. DieBriefe des Königs sind noch im Originale vorhanden; jedochweil sie aste ohne Datum sind, so bleibt ihr Inhalt etwas dun»kel und kann nur einigermaßen in den Zusammenhang ge-bracht werden.
In dem ersten, der zwar vom 12. Juni datirt, aber ohneAngabe des Jahrs ist, wird der Empfang eines ScdreibenSbescheinigt, welches Wilhelm durch einen eigenen Boten an Se.Majestät gesendet und in welchem er berichtet, daß die KapitaineBrandet und Wolf (vermuthlich der mit Vogelsperger späterhinzerichtete) für die Rekrutirung der Landsknechte gesorgthätten, in Gemäßheit des von dem Könige erhaltenen Auf-trages. Ebento ist von Summen die Rede, welche der Grafin Franzens Namen vorgeschossen, um die Rotten und Fähn-leins zu bezahlen. Der König meldet Wilhelm nunmebr, daßer eilig an den Grafen von Naussay, einen seiner Gardeoffi-zicre geschrieben und demselben befolgen habe, unverwnll mitden Landsknechten aufzubrechen und ihm, dein Grafen, diegeleisteten Vorschusse zu erstatten. Ferner sollen in die Schlös-ser und Häuser des Letztern, die er auf lothringischem Ge-biet besessen , 100 Mann im Solde des Königs eingelegt werden.
In dem zweiten Briefe, vom 17. Juni, setzt Kön.g FranzWilhelmen vom Empfange der durch Herrn von Marignp ü>mÜbermächten Zuschrift in Kenntniß. Er findet alles >n besterOrdnung, zumal in Bezug auf die ihm übertragene Anwerbung