Wilhelm noch im Jahre 1534 nud später noch mehr alsein thätigcr Unterhändler Ulrichs bei den Anstanden, diesich, nach Abschluß des Cadavischeu Vertrages, zwischendem Herzog nnd mehrcrn Churfürsten über die künftigeAfterlehnschaft Österreichs, hinsichtlich des dem frühernEigcnthümer wieder abgetretenen Herzogthums Würtem-berg, ergaben. König Franz I. war als Vermittler indieser Sache angerufen worden, und Graf Wilhelm rittemsig bald nach Paris, bald zurück nach Stutgardt, umden Ausgang zum Frommen Ulrichs zu fördern. Durchdiese mehr als gewöhnliche Theilnahme an den Unterhand-lungen, wie durch die unmittelbare am vorhergegangenenKampfe selbst, zog er sich den nicht geringen Unwillen desKaisers zu. Dies war noch mehr der Fall, als er denHerzog sogar bestimmte, seinen Bruder, Graf Georg vonWürtemberg, nach München zu senden, um daselbst per-sönlich eine Aussöhnung mit den baicrischeu Herzögen,den Haupturhebern seines langen Unglückes, zu versuchen.Als besonders thatiges Organ bei seinen diplomatischenBemühungen war besonders der Freiherr Jakob Trnchsesvon Rheinfelden gebraucht worden. Bei derselben Gelegen-heit holte Wilhelm durch eben diesen Unterhändler auchdie Räthe Capito's zu Straßburg, in Betreff der Einfüh-rung der evangelischen Lehre, ein. ( )
Der Hauptstapclplatz für die Kriegs-und Friedeushand-lungcn, in so fern sie den französischen König, den HerzogUlrich und später auch den schmalkaldischcn Bund betra-fen, war für den Grafen meist die Stadt Straßburg ge-wesen. Er liebte diesen Ort vor allen übrigen, und währender bei kriegerischen Rüstungen und Unternehmungen denBesitzthümern des Domstiftcs größtmöglichen Schaden zu-
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