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2 (1830)
Entstehung
Seite
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seiner Feinde schlagen, ersuchte der Herzog selbst nunmehrden Churfürsten von Sachsen, daß er als Vermittler zwi-schen dem Landgrafeil und dem von Fürstenberg aufträte,allein jener lehnte das Geschäft feierlich mit der Erklärungab : »beide seyen zu gut bekannt, als daß etwas Frucht-bares gehofft werden könnte.« (')

Es ist ungewiß, aufweiche Weise der Zwist ausgeglichenworden; doch geht ans dem Zusammenhang der Sache undaus später» Handlungen hervor, daß zwischen Philipp undWilhelm die Empfindlichkeit noch lang fortdauerte, mitdem Herzoge jedoch der Graf niemals in ernste Berührunggekommen scy, sondern daß vielmehr das alte freundschaft-liche Vcrhältuiß sich befestigt habe. Wenigstens erscheint

(') Sattler im a. W.

Ein großer Theil der vom Landgrafen angebrachten und vomwürtembergische» Historiozraphen nacherzählten Beschwerdenüber daS Benehmen Wilhelms in jenem Kriege wird durch daseigenhändige Schreiben des Landgrafen an Fürstenberg wider-legt. Wir theilen dasselbe zu Beleuchtung dieses für die Ehredes Grafen wichtigen Punktes hier mit :

»Nachdem jungest, als wir bei dem König zu Frankreichgewesen, ihr mit uns gezogen seyd, und ihr in diesem unsermgethanen Zug uns vor ein Obersten-Feldhauptmann über denganzen Haufen Knechte gedient, und auch in dem allem gut-willig, fleißig, treulich und ehrlich gehalten und die Sachenuns allenthalben haben wohl ausrichten helfen, so bedankenwir uns, daß gegen euch in allen Gunsten und Gnaden er-kennen :c. ic." v. ä. Samst. a. Petri und Pauli 1534. (F.H .-A.) Vielleicht daß wir aus v. Rommels längst angekün-digtem II. Theile des III. Bandes der Hess. Geschichte über dieVerhältnisse G. Wilhelms zu L. Philipp und H. Ulrich genauereurkundliche Aufschlüsse erhalten; ebenso auch über die pariserReisen und Unterhandlungen mit K. Franz I.