Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
31
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fel, so wie auch, wiewohl aus selbstsüchtigen Gründen,die österreichische Regierung zu Enstsheim, sich in das Mit-tel, und man erwirkte einen Vergleich, welcher — nach Satt-lers Meinung — schwerlich zum Vortheil des Herzogsausgefallen scyn konnte, von dem jedoch urkundlich dienahern Bestimmungen nicht mehr vorhanden sind. DasHauptunglück für den von Würtemberg war, daß die Für-sten von Trier, Pfalz und Hessen, welche kaum noch zu-vor Franz von Sickingen in seinen Burgen belagert hielten,gerade zur nämlichen Zeit ihre Völker hatten auseinandergehen lassen, als sie ihren Zweck erreicht und nach allendenBesitzungen ihres Feindes auch Ebernburg zerstört hatten.

So war der Herzog demnach auf sich allein beschranktund zog den Kürzern. (') In der Folge jedoch sind Ulrichund Wilhelm von Neuem gute Freunde geworden, undLetzterer leistete dem Herzog bei Wiedereinnahme des ihmentrissenen Fürstenthnms nicht geringe Dienste, wie baldweiter unten gezeigt werden wird.

Es findet sich nunmehr in den Nachrichten über Lebenund Thaten Grafen Wilhelms eine Lücke von mehrern Jah-ren. Da wir ihn im Jahre 1521 als Feldobristen der KroneFrankreich verlassen und sodanu einige Zeit hindurch wie-derum in verschiedenen andern, rcin-teutschen, Verhaltnissenwirksam gesehen, so muß angenommen werden, daß er dieDienste des französischen Königs entweder ganz, oder dochmit Urlaub verlassen und mit dem Charakter eines franzö-sischen Obristen fortwahrend eine P-nsion genossen, oderauch, daß er später von Neuem die frühere Bestallung er-halten und in der Zwischeupcriode Karl V. gedient habe.Letzteres ist bei weitem das Wahrscheinlichste; denn er er-

(') Sattler« Geschichte von Würtemberg unter den Herjogen,Bd. Ii-, S.