Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
28
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lingcn zwischen den Landlcutcn, welche Ausschüsse nachRatolphzell gesandt, und den bethciligtcn Grafen zn ver-mitteln; aber einerseits der starre Sinn und die unbeug-same Strenge dieser Letzter», und anderseits der fanatischeEsser des Priesters Balthasar Hubmeycr von Waldshut,welcher au der Spitze der Bewegung in dieser Gegendund mit Thomas Münzcr in genauer Verbindung stand,vereitelten die wohlwollenden Bemühungen wieder.

Die Landlcutc Graf Wilhelms, wie diejenigen seines Brn-dcrS und dcS Grafen v. Snlz, hatten sämmtlichc Beschwerdenzu Papier gebracht und zwar in 16 Artikeln, deren mancheder Billigkeit gar nicht widerstreitend schienen. Allein we-der Graf Rudolf von Sulz, noch Ritter David von Land-cgg erschienen, wie doch verabredet worden war, beiderauf Drcikönigc 1525 in Ratolphzell angesagten Tagfahrt.Glücklicher verglich steh inzwischen Vellingen mit seinenBauern. Auch Graf Wilhelm war bereits nahe am Zieleeines friedlichen Austrages. Schon hatte c' die Abgeord-neten der Aufruhrer aus seinen Landschaften und die Aus-schüsse von Fürstcnbcrg, Stühliugen und ans dem Klctt-gau vermocht, auf einem Tag; zu Eßlingen vor ihm zuerscheinen, damit die fraglichen Beschwerden gemeinsambesprochen und die billigen gütlich gewährt würden.

Sie legten ihm aber jene 16 Artikel vor, als unabän-derliche Grundlage jeder wcitern Unterhandlung. Der Graferklärte sich geneigt, mehrere derselben zu genehmigen, undzeigte überhaupt bei dieser ganzen Geschichte e'nen vielmenschlicher» und wohlwollender» Sinn, als Herr JorgTruchscs und so viele andere Ritter und Fürsten, indemer einerseits das schwere Unrecht der Zeit wohl einsah,welches so lange über dem armen Volke gelastet, anderseitsaber auch alle Gefahren persönlicher Schwäche und allzubereitwilliger Nachgiebigkeit gegen sämmtlichc Forderungen