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2 (1830)
Entstehung
Seite
27
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dem Kaiser; aller fürdcr Unterwürfigkeit erklärten sieab und ledig zu seyn. Das Beispiel der Schweizer, welche,zum großen Theil ebenfalls Landlcute, ein so glücklicherAufstand zu Freiheit, Ruhm, Rcichthum und Macht ge-führt hatte, reizte heftig. Die Ideen Luthers aber, und dieSchriften der Wiedertäufer bekräftigten sie im halb undhalb gefaßten Entschlüsse noch mehr, und gaben dem ur-sprünglich rein ökonomischen Beweggründe einen politisch-religiösen Anstrich und eine desto größere Weihe.

Der schwäbische Bund rüstete sich zu Dämpfung der wil-den Flamme, welche ganz Teutschland zu verzehren drohteund welche Ulrich von Hutten schon im Jahre 1518 vor-ausgesagt hatte. (') Schleunige Hülfe ward nach Ratolph-zcll verordnet, und während zu Schafhausen Unterhand-lungen Statt fanden, versäumte man keineswegs kriege-rische Gegenwehr. Mit der österreichischen Regierung unddem Grafen von Lupfen sendete Wilhelm beinahe zu glei-cher Zeit seinen Zuzug. Hüfingen, Pfohren und Ncidin-gcn waren die auserlesenen Mallstättcn für das wider dieAufrührer gesammelte Kriegsvolk.

Nachdem die schweizerischen Eidgenossen ihre unglückli-chen Nachahmer durch förmlichen Tagsatzungsbeschluß derMacht der Feinde preis gegeben hatten, wurde manvon Seiten des schwäbischen Bundes uur noch mehr ermu-thigt, das verwegene Volk beispiellos für das Unternom-mene zu züchtigen. Zwar suchten Abgeordnete der StädteÜberlingen, Säckingen, Laufcnburg, Rheinfeldcu und Vil-

XU pi-incip. Ltnninixis, nk 1'ui-cis lzellnm ililcvsnl, exlortatoriz.

(Opx. eä. LewI. V. II.) übers, i» der Schrift : »Über die Tür-kenkriege, namentlich des XVI. Zhdts.;" und in der teuischenleipziger Ausgabe der Kutte »'scheu Werke. Bd. II!.

(') Hottinger, Gesch. der schweizeris. Eidgencss. (Foris. von I.Müller, I. Bd.)