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forschen. Fürstenbcrg und Sickingcu fühlten und durch-drangen sich als gleiche Naturen, und obschon beide nie-mals formlich zum Protestantismus übergetreten sind, ()fo erkannten sie doch in demselben den geistigen Strom,dazu bestimmt, das in Fänlniß übergegangene Leben derChristenheit im Allgemeinen und tcutschcr Nation insbe-sondere wieder aufzufrischen. Auch für die Herstellung deruntergrabenen Adclsrechte schien in dieser Neuerung mehr,als Ein bedeutender Impuls zu liegen; die teutsche Rit-terschaft, welche eine so reiche und glänzende Geschichteaufzuweisen hatte, handelte nicht eigennütziger, als die grö-ßern Reichsfürsten, welche die Kaiserwahl und die Refor-mation zu Ausbreitung ihrer Macht und zu Vermehrungihrer Rcichthümer nachKräften benutzten. Das gemeinsameInteresse des Adels und der Städte war es, das in jenenZeiten den alten Wechselhaß der Stände schwinden machteund beide für längere Dauer eng mit einander verband. ^
Das Vcrhältniß hatte sich mächtig geändert. So wie frü-her die Stellung des Adels, verbunden mit dem Klerus,gegenüber dem Bürgerthnm gewesen war, so stand der Adelnunmehr, vereinigt mit dem Bürgerthnm, den Eingriffen derFürsten, den Anmaßungen der Picsterschaft und den abso- 'lutistischen Anstrengungen mehrerer Kaiser gegenüber. Da-durch, daß der Adel diesen Gesichtspunkt nicht fest genugfaßte und nach dem Mißlingen des Sicking'schcn Aufstandcsdie Haltung zu frühe verlor und seine Kraft zersplitterte,ging für ihn auf immer die günstige Gelegenheit verloren,die alten Rechte wieder zu erringen und, im Geiste der Zeit,wie in dem eigenen ursprünglichen des Institutes, durchsich selbst rcformirt, volksthümlich und mit den National- 5
interessen ausgesöhnt, auf die Schicksale Teutschlands,
<') Sattler. Bd. IN.