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Charitas Pirkheimer, ihre Schwestern und Nichten : Biographie und Nachlaß
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lesen es Tag und Nacht in Chor, ob Tisch, lateinisch undteutsch, und der Gemein und ein jedlicher besunder, wiesie will; darum wir von Gottes Gnaden keinen Mangelan heiligem Evangelium und Paulo. Ich halt es abermehr von dem, daß man solches halt und lebt und mitden Werken vollbringt, denn daß man mit dem Maulviel davon redt, und mit den Werken gar nichts angreift;aber sie sagen, es sey uns nit änderst dann mit mensch-lichem Tand ausgelegt und gepredigt worden; antwurtich: bei dem Text des heiligen Evangelii wollen wir blei-ben, und uns weder tvd noch lebend davon lassen treiben.Aber sollen wir Gloß annehmen, will ich viel sicherlicherglauben der Gloß der lieben heiligen Lehrer von der hei-ligen christenlichen Kirch bewahrt, denn der Gloß ausfremdem Verstand, von der heiligen Kirchen unmassenverworfen und verboten, die gepredigt wird von denen,die auch nichts änderst denn Menschen sind; denn alleindaß ihr evangelisch Frucht ungleich sind den Fruchten undTugenden der lieben Heilige», die sie verwerfen; darumnach dem Evangelischen Rath wollen wir uns vor solchenhüten. Denn unser Behälter hat uns gelehrt, sie ausihren Früchten zu erkennen, die auf eitel sündliche Frei-heit und Fleischlichkeit gehet; darum werden wir uns inkeinig Weis unter sie begeben. Dann wohl zu crmessenist, daß bald aus unscrm verschlossenen Kloster ein offenHaus würd werden. Jedermann ein- und auszulassen,wenn er wollt, so doch nach dieser verkehrten Freiheitjedermann gedarf thun was ihm gelüst und gelangt. Dazuwerde» wir uns in keinig Weg bringen lassen. Wir woll-ten je nit gern Jemand beschwerlich oder ärgerlich sey»;hat man aber ein Beschwerung an Unfern zu thun, zeigeman uns den Mißbrauch an; wollen wir uns gern lassen.