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Charitas Pirkheimer, ihre Schwestern und Nichten : Biographie und Nachlaß
Entstehung
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Demi wir bekennen uns auch für gebrechlich Menschen,die nit in allen Dingen recht thun; lassen uns gar aufunser Werk nit, als man von uns sagt; werden aber da-bei Niemand gern beschweren in einigen Weg, begehrndeshalb auch wiederum, daß man unS nit Gewalt undUnrecht thue, und unS nit zwing zu dem, das wider un-ser Seel Seeligkeit ist, und wider unser Glimpf und Ehreist, an dem unscrs Klosters Verderben in geistlichen undzeitlichen Dingen steht. Will der tröstlichen Zuversicht zuEuch und den Andern, unfern gunstigen Herrn eines ehr-baren Raths seyn, der Gemein sag, was er woll, Ihrwerdt Euck nit unterstehen, deß Ihr nit Gewalt habt,denn Ihr nit unser Seelsorger seid. Ich hoff, Ihr werdtuns nit Wolf' unter meine lieben Schäflein schicken, diemir nun in der Lieb Ehristi 21 Jahr williglich gehorsamsind geweßt. War immer Schad, sollt man so viel stum-mer, friedlicher, ordentlicher Kinder so jämmerlichen ver-derben; mußt mir mein Leben gelten. Ich seh' wohl,was Frucht aus solcher Leut Regiment kommt. Wer wolltdie Wölf mit Geld erfüllen, will des geistlichen Schadensgeschweige«? Darum bitt ich E. W. als meinen besun-dern Herrn und Vätern, in solcher Dcmüthigkeit, alslag ich kreuzweis für Euer» Füssen, daß Ihr mir meinelieben Kind vor solchen Wölfen behüt, und gut Herrenund Freund auch anruft und ihn' sagt unser» Beschwerin Geistlichem und Zeitlichem, und lasset Euch, die Euchänderst rathen, nit abwendig machen; denn sie wissen wieals wenig mein Kloster mit Personen zu besetzen und zuregieren, als ich in ihre Häuser. Glaubt mir darum,als einer, die solches lang versucht hat, wär es, daß wirBeschweren oder Ueberlast in Zeitlichem und Geistlichemvon unser« Vätern hätten, wollt Euchs eigentlich Anzeige