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Charitas Pirkheimer, ihre Schwestern und Nichten : Biographie und Nachlaß
Entstehung
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daß nicht einmal eine Spur davon mehr übrig zu seynschien.

Endlich, nachdem ich bereits alle Hoffnung aufgege-ben, kam mir doch wenigstens ein Buch in die Hände,von seltenem Alter, und in beinahe unlösbaren Charakte-ren geschrieben. Beim ersten Anblick ward ich durch dasehrwürdige Alterthum desselben so tief ergriffen, daß ichglaubte, ich hätte de» allerkostbarsten Schatz gefunden.Doch bald gerieth ich in keine kleine Verlegenheit, da ichbeinahe nicht ein einziges Wort herausbringen konnte, ausso uralter und längst verschollener Zeit stammten jene Buch-staben. Zch war somit genothigt, ganz frisch wieder indie Schule zu gehen, und das Abc zu lernen. Zch beganndamit, jene Schrift genauer zu betrachten, die Buchsta-ben von einander zu unterscheiden, hierauf wiederum inZusammenhang zu bringen und abermals sie zu trennen.Endlich bracht' ich heraus, daß das Buch die Schriftendes heil. Fulgentius enthielt, eines Mannes, sowohl durchdie Heiligkeit seines Lebens, als durch die Gelehrsamkeitseiner Schriften yochberühmt. Wohl hielt ich's darum derMühe werth, ein so hell leuchtend Licht des christlichenGlaubens nicht unter dem Schäffel versteckt zu lassen, son-dern Zedermann, besonders aber den Beflissenen der heil.Schriften, wohlwollend in die Hände zu bringen. So-bald ich daher nur konnte, rief ich nnsern Koberger zumir, und munterte ihn ans, zum allgemeinen Nutz undFrommen, dieses Buch verlegen zu wollen. Derselbe, wieer denn ein äusserst humaner Mann ist, erklärte, diesohne Anstand zu thun, und keine Kosten daran sparen zuwollen.

Allein nunmehr stellte sich meinem Lieblingswunscheeine andere Schwierigkeit entgegen, welche denselben zu