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Großmuhme, aus. Ich zweifle, ob uusere Vaterstadt jeetwas Gelehrteres, Gebildeteres, und i» jeder HinsichtVollendeteres in ihren Mauern besessen, als diese. Aberauch Dein Ahn Johannes, und Dein Vater selbst, glei-ches Namens, haben beide den Ruf der ausgezeichnetestenGelehrten des geistlichen und weltlichen Rechts sich er-worben.
Zu unsern Tagen jedoch ragt unter Allen hervorund glänzt, wie der Mond miter den Sternen, DeinBruder Bilibald, der kaiserliche Rath; gleich vorzüg-lich als Jurist, denn als gründlicher Kenner grie-chischer und lateinischer Literatur; berühmt durch wichtigeDienste in Krieg und Frieden; der trefflichste Redner, dererfahrenste Senator, der tüchtigste Feldherr. Er schenkteuns den Plutarch: „Ueber die Vermeidung des Wuchers"und „Ueber die langsame Rache der Gottheit" in derSprache der Romer. Er gab uns in eben derselben denLucian; übersetzte ferner die Paralipomcna des Reuopho»,und dessen sieben Bücher von den Sachen der Griechen,und zwar in einem äußerst reinen und edlen Latein. Ge-wiß , wenn wir im ganzen (tcutschen) Reich nach mannig-faltiger Gelehrsamkeit, Rednergabe, politischem Scharf-blick, und wiederum nach Ahneuruhm, Reichthum undimpvnirendcr Gestalt uns umsehen wollen, so wird nichtleicht Einer diesem Manne vorgezogen, und nur Wenigewerden kaum ihm gleichgestellt werden. Ja, durch Nie-mands Lob wird seine Tugend gemehrt, durch NiemandsTadel sie verringert werden. Alle Pirkheimer waren übri-gens von jeher wackere und angesehene Leute, Feinde al-les Schlechten, und als Rechtsgelehrte hochberühmt.
Du jedoch, mit Deinen ganz besondern Vorzügen,begnügtest Dich keineswegs damit. Du sahst, daß die