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ein Italiener von Geburt. Und in der That, auch indiesem, wie in allem Ucbrigen, hat unser Mann seinenfeinen Sinn bewährt. Denn es verbinten sich zu unsererZeit eine gute Gesinnung und ein gutes Gluck, nachwelch beiden die berühmtesten Gründer der Philosophiemenschliche Glückseligkeit zu berechnen pflegen, so selten,als mitten auf den« Eis Veilchen, aus Schnee Rosen,und aus Reif Lilien hervorkeimen.
Ich aber, der ich mir vorgesetzt habe, den DoktorSirius nachzuahmen, und seine Fußtapfen verehre, wagezu behaupten: daß ich bis dahin nur zwei Matronen ge-kannt, welche durch Verstand und Glück gleich ausge-steuert, durch Wissenschaft und Reichthum gleich ausge-zeichnet und durch Zucht und Schönheit, welche sonst wohlso sehr mit einander im Streit zu liegen pflegen, gleichgeschmückt sind, ünd welche man so billig mit den Töch-tern des Lälius und Hortensius, und mit Kornelia, derGracchen Mutter, vergleichen könnte, nehmlich: die frommeKassa ndra, eine Venetianerin, und Charitas P irk-heimer von Nürnberg. Denn, damit ich jene erstcregegenwärtig mit Stillschweigen übergehe, als die durchihre eigene, wie durch Denkmale von Gelehrten, überund über und zur Genüge verherrlicht ist, so bleibe ichnun bei Dir stehen. Du bist entsprossen auS der Familieder Pirkheimer zu Nürnberg; einer Familie von hohemAlterthum und großem Ruhme. In ihr blühte vor S0Jahren noch Thomas, Licentiat des päbstlichen Rechtes,welchen Aeneas SylviuS dem Pabst Nikolaus, als einenMann von anerkannter Gelehrsamkeit, und der eben sosehr bei Kaiser Friedrich (lll.) als bei seinen Mitbürgernder vorzüglichsten Gunst sich erfreute, empfehlen zu müs-sen glaubte. Nachher zeichnete sich Katharina, Deine