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Charitas Pirkheimer, ihre Schwestern und Nichten : Biographie und Nachlaß
Entstehung
Seite
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Zu dieser Beschäftigung, uehmlich über das Gesetzdes Herrn und die heilige Schrift Betrachtungen anzustel-len, lade ich, voll des tiefsten Vertrauens, Euer Herr-lichkeit, als meinen mir iusbesonders theuren und befreun-deten Herrn und Meister, den ich gerne groß vor denAugen des Herrn wünschte, ein, und bitte Euch, Ihrmögtet solches nicht auf Morgen verschieben. Jetzt, oTheuerster, arbeitet, so viel Ihr arbeiten könnt; dennIhr wißt nicht, wann Ihr sterben werdet; auch ist EvernAugen verborgen, was nach dem Tode Euch folge» wird.Mvrgen ist ein Ungewisser Tag, und Ihr wißt nicht, obIhr einen Morgen habt. Also, dieweil es noch Zeit ist,mußt Ihr Euch unsterbliche Reichthümer sammeln. , Dennhienieden haben wir keine bleibende Stätte, sondern wirsuchen eine zukünftige. Nicht ist uns geoffcnbarct, wannwir von hinnen scheiden müssen aus diesem HauS vonErde, nackt, und nichts mit uns nehmend, als unsereTugenden und unsere Sünden, für die wir in der stren-gen Prüfung des gerechten Richters, der von uns keineWorte, sondern Thaten will, Belohnung oder Strafe em-

Dornen auf. Die lebendigen Brunnen werden vonheuchlerischen Aposteln vergiftet, das Oel wird fürdie Geweihten auf Seite gethan, und der vornehmeGeisterpöbel läßt den gemeinen sich die Zähne überder Schaale zerbrechen. Unter dieser Fahne gelan-gen dann vorzüglich auch die halbgelehrten Weiberund ästhetischen Lliürvvz'antes so frühe zur Be-rühmtheit. Das Magdalcnapanicr ist das allerlok-kondste für die Heuchelei, Mittelmäßigkeit undHalbheit.