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Charitas Pirkheimer, ihre Schwestern und Nichten : Biographie und Nachlaß
Entstehung
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pfangen werden. Dann, spricht der heil. Gregorius,wird alles klebrige sich zeigen, was recht scheint, weil, jegrößer nnd tiefer unsere Erkenntniß war, desto schwererwir gerichtet werden, so wir nicht heilig gelebt haben.

AuS dieser Ursache, nnd durch die vertraute Freundschaft, welche unS Beide verbindet, crmnthigt, will ichEuch vermahnet haben, abzulassen von den ruchlosen Fa-beln deS Jupiters und der Diana, Venus ^), und ande?rer Verdammten, deren Seelen gegenwärtig in den hölli-schen Flammen brennen. Eben deswegen sollten aber auchihre Namen, und selbst die Erinnerung an sie, bei recht-gläubigen Männern, die zum Christcnthum sich bekennen,gänzlich ausgespieen, verabscheut und der Vergessenheitüberliefert werde».

O machet doch die Heiligen Gottes Euch zu Freun-den, dadurch, daß Ihr sie verehrt und ihre Handlungennachahmt, damit, wenn Eure Hütte von Staub l icr einstbricht, sie Euch in ihre ewigen Wobnungen ausnehmen.Möge es geschehen! Möge es geschehen!

Alles dies Hab' ich Euch jedoch mehr in der Absichtgeschrieben, um freundschaftlich mit Euch zu plaudern,und keineswegs, um Euch zu belehren. Bin ich zu weitgegangen, oder Hab' ich die Ehrfurcht gegen Euch einiger-massen verletzt, so muß ohne Zweifel die Schuld auf denzurück kommen, welcher mir, dem unwissenden und uner-fahrnen Mädchen, bei der Strafe des Ungehorsams, Euchsolches zu schreiben geboten hat °°). Mein demüthiger

9) Den Schlüssel hiezu finden wir am besten im Ver-

zeichniß der Schriften des Celtis (starr. 1.).19) Ihr Bruder, Bilibald.