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nicht annehmen wollten, daß die Kircbc zu St. Klara ge-schlossen, und weder gelautet, noch öffentlich gesungen odergelesen würde. Katharina erwiderte darauf, daß derKonvent in solches sich schicken müsse, als in eine Gewalt,der sie nicht zu widerstehen vermöchten.
So geschah auch. Aller öffentliche Gottesdienstwurde untersagt und das Kloster eines Rechtes nach demandern beraubt, da man auf einmal es aufzuheben, ausFamilienrücksichten und Gründen der Ehre, vielleichtScheutrug, obgleich eS viele gab, die biezu ricthen. Katharinaklagte ihr Leid, in vertrauten Briefen an Freunde undVerwandte, und erfüllte, trotz der bedrängten Lage, ihrePflichten gegen den Rest der anvertrauten Heerde, so gutes in ihren Kräften stand. Sie starb, unerschütterlich inihren Grundsätzen, im Fahre 1563 als die SSste Aebtissinvon St. Klara ^).
Und, indem wir auch auf das Grab dieser Edlen einenCypressenzweig der Erinnerung gelegt, verlassen wir diestille Gruft der Tvdtcn und die Einförmigkeit klösterlicherMauern, nicht ohne ein tiefes inneres Gefühl. Frühehatten die Bewohnerinnen derselben Ruhe vor der Leiden-
39) Beil. XXIX. XXX.
Noch soll ein ungcdruckter Brief von ihr an AndreasIm Hof in Nürnbcrgischen Archiven sich befinden.Allein solche Dinge sind in Teutschland, wenn manan Ort und Stelle nicht einen Vetter oder ein ga-rantirendes Wechsclhans hat, für die Literatur soviel als verloren.
Anmerkung. Dies ist hier niclst der Fall! kein solcher Brieffindet sich in. Nürnberger Archiv. Doch möge diese Note —ihres anderweitigen Nutzens wegen — stehen bleiben.
Camp c.