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aufgehoben und den Nonnen blos noch eine Frist von8 Tagen zu endlicher Erklärung verwiiligt worden, anchKatharina mit lakonischen, ja beinahe spitzigen Worten,ein Epcmplar deS Gesangbuches, welches man ihnen auf-dringen wollte, zur Durchficht begehrt hatte; erschien wirk-lich Andreas Im Hof, der neue Pfleger, mit einem Erem-plare desselben. Allein weder die Aebtissin, noch die Schwe-stern lasen tarin, wohl bewußt, was es enthalte, und derWiderlegung durch Eck, vom Jahre 1533 stch erinnernd;sondern sie ließen es in einem Winkel liegen. Und sandtenes dem Pfleger zurück. Bei dieser Gelegenheit Übermäch-ten sie durch ihn eine neue Bittschrift an den Rath, umGeduld und Nachsicht bis zur Entscheidung der religiösenStreitigkeiten durch das Konzil.
Während dieser Zeit erhielten sie die niederschla-gendsten Nachrichten über alle die Maasregeln, welcheman gegen das Kloster im Schilde führe. Man drohteihnen mit Znmanerung desselben, mit strengster Aufsichtund förmlicher Bevogtnng, oder auch damit, daß beideStifte zusammen sollten gesperrt werden, und viel ande-res mehr.
Als die Frist nun verlaufen, erschienen abermalszwei Senatoren, um die Antwort einzuholen; allein die-selbe lautete, wie früher, gänzlich verneinend, in Betreffaller zugcmuthete» Steuerungen, bis zu den Beschlüssender Kirchenversammlung. Katharina forderte kühn Selbst-ständigkeit in Glaubcnssachen, da der Glaube ja frei sep,und Christus, bei Verkündigung seiner Lehre, Niemandendazu gezwungen habe. Die Unterhändler, in einiger Be-wegung, erklärten, daß der Rath durchaus nicht gesonnensey, Gewissenszwang den Schwestern anzuthnn, nur ge-biete er, falls die letztern die allgemeinen Kirchensatzungen