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Mehreres ist von Katharina, der zweit-älte-sten Tochter Bilibalds, wie bereits gesagt, ans unsgekommen, deren Charakteristik und Lebensumriß wirbis hieher vcrspart. Sie erregte schon in ihrer frühe-sten Jugend große Hoffnungen, als sie zu St. Klaraden Unterricht von Charitas genoß, und wahrscheinlichschon damals für das Klosterleben sich vorbereitete. „Mö-gest du — schrieb jene einst an Bilibald — die Uebcr-zeugung gewinnen, daß deine Tochter nicht nur mir, son-dern allen Schwestern insgesammt, äußerst thener sey, so-wohl ihres hellgcbildeten Verstandes, als der Reinheit ih-res sittlichen Charakters willen. Denn nicht wie einMädchen von IS Fahren, sondern wie eine Matrone, vollAnstand, besonnenen Ernstes und voll Sinnigkeit, schreitetsie einher. Der ganze Konvent ist hocherfreut, ein Mäd-chen von so trefflicher Gemüthsart in seiner Mitte zu ha-ben. Wir erblicken täglich an ihr eine Menge guter An-zeichen, die, wie wir hoffen, die Vorboten von noch bes-sern künftigen Vorzügen sind."
Diesen Gesinnungen blieb sie auch als eingekleideteNonne, und noch mehr als Aebtissin, treu; ja sie übertrafvielleicht an Festigkeit des Charakters und orthodoxem Eiferihre Vorgängerinnen, und setzte erneuerten Reformversu-chen des Rathes zu Nürnberg eine bewunderungswürdigeStandhaftigkeit entgegen. Die drei Briefe, welche sichvon ihr, meistenthcilS in Beziehung auf diese Angelegen-heit, erhalten haben, liefern den sichern Beweis hiefür.
Sie erlitt, gleich im Anfang ihres Priorats, eineReihe von Kränkungen. Die Prädikanten reizten allesgegen sie und den Konvent auf, und suchten ans jede Artzu verhindern, daß die Nonnen zu St. Klara fürder dasgotteslästerliche Singen, Läuten und anderes Ccremonien-