40
Schleier trug, zur Erneuerung ihres Andenkens auf. DerSabina Pirkheimer Geburtsjahr ist rollig unbe-kauut. Eben so sind es auch ihre frlibern Lebensverhält-uisse. Sie scheint, wie ihre Schwestern, frühe sich fürdas Kloster bestimmt zu haben. In der Folge ward sieAebtissiu des Klosters zum heiligen Kreuz bei Bergen.Auch ihr Konvent erlitt in der damaligen Krisis. welchedas Möuchthum im Allgemeinen befiel, mancherlei Drang-sale. die sich jedoch, im Verlaufe der Zeit, wieder legten.Großer Schaden ward ihnen zugefügt an Früchten. Mitden Fürsten von Neuburg führte Sabina, über Klostergü-ter, einen langwierigen Streit, dessen Ausgang durch dieHochzeitSanstalten des Einen, und die Kriegsrüstungen desAndern, auf ziemlich unbestimmte Periode verzögert wur-de. Sie hegte damals, als sie ihrem Bruder hievon dieNachricht mittheilte. wenig Hoffnung, zu ihrer Sache zukommen. Es scheint, daß sie. von Nürnberg aus, Unter-stützung au Geld erhalten hatte. Allein nothwendige Bau-ten. und ausserordentliche Ausgaben, erschöpften die Bei-träge bald. Wir verdanken diese wenige Notizen einemBriefe an Bilibald, dem einzigen Nachlaß, der von ihrnoch vorhanden ist ^).
Nunmehr kehren wir zu den Töchtern Bilibald
36) Beil XXIV. Handschriftliche Notizen, die wir über diePirkheimer'sche Genealogie besitzen, melden noch voneiner vierten Schwester. Ursula, die ebenfalls imKloster zum heil. Kreuz bei Berg oder Bergen, zwi-schen Eichstädt und Neubnrg, nach Sabina Aebtissiuwar. Sie hieß E u p h e m i a und starb im I. 1547.Dieselben erwähnen noch einer fünften, Ursula,die zu St. Katharinen als Nonne sich befundenund ein Buchlein von der Beicht geschrieben haben soll.