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und herzlichste Verhältnis; und so groß Klaras Ehrfurchtfür die Oberin war, so innig liebte sie hinwiederum in ihrdie Schwester, die jedoch stets von ihr nur unter dem Na-men „der würdigen Mutter" angeführt wird. Sie spielte,nebst Apollonia Tucher, die Hauptrolle nach der Aebtissin,und erscheint als die Assistentin und Geschäftsträgerin desKlosters, besonders in den Angelegenheiten mit den Raths-herren, über die sie nicht selten ihren Spott eben so, wieüber die Laienpfaffen und deren Kellnerinnen, ausgießt.
Zn dem kleinen Zwiste, der zwischen Bilibald undCharitas, wie wir oben angedeutet, sich ergeben hatte, tratKlara, als freundliche Versöhnerin, auf, rechtfertigte dieSchwester völlig, und bot sich als Bürgen dafür an, daßPirkheimer künftig des Ermahnens und Scheltens quittbleiben sollte. IM Jahre 1S33, das Zahr darauf, alsCharitas gestorben, folgte sie dieser in der Würde alsAebtissin, und zeigte als solche, wo möglich, eine noch grös-sere Festigkeit im orthodoxen Glauben, als sie früher inder Eigenschaft einer gewöhnlichen Nonne, bei jedem An-laß, bewährt hatte. Allein sie hatte dieselbe kaum l? Wo-chen bekleidet, als der Tod auch sie auS dem Irdischen nahmund die schwesterlichen Freundinnen, nach kurzer Trennung,wiederrereinigte. Ihre Nachfolgerin wurde die NichteKatharina, Pirkheimers zweit-älteste Tochter; denn dieSchwestern fühlten dankbar, daß den Frauen dieses edlenHauses keine andere, an Verdiensten um das Kloster, undan Eifer für Behauptung des bisher Geretteten, gleich-komme, noch an strengsittlicher Würde und Standhaftig-keit in Grundsätzen sie erreiche.
Bevor wir jedoch, auch von Katharina's Leben und Wir-ken, eine kleine Skizze darreichen, fordert uns noch einedritte Schwester Bilibalds, Sabina, die ebenfalls den