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che gezollt werden, schwesterlich neben einander aufgeführt.Bilibald, der sie gleich liebte als achtete, widmete ihr seineAusgabe der Sprüche des Nilus Bon ihr selbstsind, wie von ihrer Schwester, keine Urkunden literari-scher Thätigkeit vorhanden, ausser einer kleineu Samm-lung von Briefen an ihren Bruder Bilibald, in welchenzwar weniger Gelehrsamkeit und Ernst, als in denen ihrerSchwester, aber häufig größere Eigeuthümlichkcit und Ein-fachheit, herrscht.
Sie besaß vielen natürlichen Verstand, gesundes Ur-theil, treffenden Witz und eine Laune, die sehr oft inschelmisches Wesen überging; und in ihrem Charakter ver-mischte sich Freimuth und Lebendigkeit mit einem tiefenZartgefühl und unerschütterlichen! religiösen Sinne, aufrecht erquickende Weise. Sie war überhaupt, sowohl durchAlter und Temperament, als Gemüthsstimmung, von auf-geweckterm Wesen als Charitas, und erscheint stets zurrechten Stunde neben ihr, um die ernsten Winter-Wolkender Gegenwart, durch die Frühlingssonne des Humors, zudurchbrechen.
Die Briefe ^), deren wir so eben erwähnt, und diesie, theils von freien Stücken, theils aus Auftrag ihrerSchwester, in verschiedenen Tagen und Lagen an Bilibaldschrieb, beurkunden eben sowohl ihre glückliche Bildung,als sie ein glänzendes Zeugniß der treuesten Liebe undAnhänglichkeit an ihre Familie sind. Im Kloster selbstherrschte zwischen den beiden Schwestern das aufrichtigste
Ist) S. Tkieatimm virtutis et ünnoris. Will,z ö ch e r.
3S) Beil. XIV. XV. XVl. XVII XVIII. XX. XXI.XXIV.