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Gottergeben, und in ihr Schicksal mit ächtchristli-cher Demnth sich fügend, suchte Charitas Pirkheimcr we-nigstens den inner» Frieden zu erhalten, nachdem der äus-sere mit der Welt, so vielfach ihr gestört worden war.Man ließ sie längere Zeit nun in Ruhe, und der Todüberraschte sie, als heißersehnter Befreier. im Jahre 1S32,in dem acht und sechzigsten ihres Alters. Ihr Verlustward von dem brüderlichen Freunde, wie von allen Edlen, diesie näher gekannt, so wie von denen, die blvs ihr Ruf er-reichte, tief gefühlt und auf das Znnigste beweint.
Der Senat, welcher beschlossen, den Konvent vonSt. Klara nach und nach aussterben zu lassen, gestattetedie Wahl einer neuen Aebtissin. und sie fiel einstimmigauf die Schwester der Verblichenen, Klara Pirk hei-mer. Wir entwerfen, aus dem kärglich vorhandenenStoffe, auch voll ihr einen kleinen Schattenriß, da einausführlich gezeichnetes Bild Ulis durchaus nicht mög-lich ist.
Klara, die jüngere Schwester, wählte, durch derCharitas Beispiel angezogen, vielleicht auch ohne beson-der» Antrieb, blos durch die damalige Sitte patrizischerTöchter bestimmt, wie sie, den Schleier, und gewann spä-ter leidenschaftlich den gewählten Beruf lieb. Sie warebenfalls eine Schülerin des Konrad Celtis, und mit vor-züglichen Werken klassischer und christlicher Literatur ver-traut. Auf dem Grunde, welchen Celtis zu ihrer Bildunggelegt, baute der Bruder sorgfältig fort, und Charitas, zu-gleich Schwester, Mutter und Oberin, vollendete es. Un-ter den Männern des Tages war Erasmus von Roter-dam besonders ihr theuer, und sie las eifrig seine Schrif-ten, gemeinschaftlich mit Charitas, wie der Bruder be-zeugt. ES erscheinen auch beide, oftmals, wenn Lobsprü-