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auch wirklich, eine Weile hindurch, ein kleiner Zwist, ausnicht genugsam bekannten Ursachen, gewaltet zu haben.Ueber ein Jahr lang sahen sie sich nicht mehr, und Bili-bald, als er deßhalb von St. Klara aus tiber seine Säum-niß zur Rede gezogen worden, beklagte sich sehr über diebeständigen Vorwurfe und Lehren, mit denen Charitasihn uberhäuft. Cs war daher zu muthmasscn, daß böseLeute den Saamen des Argwohns ausgestrent. Die Heu-rath zwischen Hans Jmhof und der ältesten Tochter Pirk-heimers, Felicitas, scheint die Veranlassung gegeben, undCharitas vielleicht an der Sache grossere Theilnahme be-zeigt zu haben, als Bilibald lieb war. Die Versöhnungfand jedoch bald, durch die Sorgfalt der edlen Klara,statt -°).
Schon früher hatte aber Pirkheimer einigen Anlaßgeglaubt, erhalten zu haben, über Charitas zu schmollen.Dies war in der unangenehmen Geschichte mit dem Em-ser'schen Schreiben, in welche sie, zwar wider Willen, je-doch nicht ohne einigen Schein der Unvorsichtigkeit, ver-wickelt worden. Bilibald's hartes Urtheil über die Nicht-kompetenz der Frauen zur Theilnahme an so wichtigenStaatsangelegenheiten, als die besprochenen, mußte jedoch,wie wir aus dem Vorangegangenen so ziemlich zur Ge-nüge ersehen, um vieles sich gemildert haben, als dieseAngelegenheiten die Verhältnisse zu St. Klara ebenfallsso wesentlich zu ändern droheten.
Charitas hatte, gleich im Anfang des allgemeinenAbfalls ihrer Vaterstadt zu der evangelischen Lehre, ineinem Briefe an Hieronymus Emfer, den alten Freunddes Hauses, ihren Kummer und Schmerz über die Um-
30) Beil. XXV.