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schützer der Klöster und als herber Tadler mancher neuenMaasregeln, für sich selbst, Anklagen und Unbilden jederArt, von Seite seiner ohnehin schon sehr zahlreichen Fein-de, auszustchn und er hatte manchen alten Freund, durchden mächtigern Fanatismus der Meinung, verloren. Ausden übrigen Klöstern waren hie und da Einzelne, von denneuen Gesetzen freudig Gebrauch machend, ausgetreten,und hatten die Einsamkeit der Zelle mit den Freudender Welt vertauscht. Gegen diese erklärte sich Bilibaldmit besonderm Nachdrucke und sprach über sie ein etwashartes Urtheil gus. Dies erregte ihm neuen Sturm.Wider Willen galt er, der der ersten Einer für geläu-tertes Ehristenthum, und gegen das Pabstthum, ja selbsthie und da zu Luthers Gunsten, sehr unzweideutig gespro-chen, nun auf einmal für einen Beförderer des Obskurantis-mus. Dieser Vorwurf schmerzte ihn sehr. Selbst überdas Klostcrthum hatte er stets eine doppelte Meinung ge-habt. Er wollte, nach eigenem Geständnis-, weder demFormenwesen, noch den Mißbräuchcn jemals das Wort re-den, sondern, indem er selber zugab, daß in Klöstern man-ches, eben nicht sehr Löbliche getrieben werde, tadelte erheftig die Ansicht jener, welche einen Glauben ohne guteWerke verkündigten, und Mcnschensatzungen höher stelltenals die Gebote Gottes
Wie bitter die Stimmung des edlen Mannes umdiese Zeit gewesen seyn mochte, als seine Schutzschrift fürdie Nonnen nickts gefruchtet, können wir aus mehrernGesprächen und Reden, gegen die Stürme des Tages, diesich in der Sammlung seiner Werke abgedruckt oder an-gezeigt finden, namentlich aber aus dem „Gebet zu Gott,
27) Beil. XXVII.