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Nütze! hatte ihr geschrieben: er verzweifle dermalgänzlich an ihnen. Darauf bemerkte Charitas: dies ver-ursache ihr Schmerz, indem sie und der Konvent durchausnicht verzweifelten, sondern, im Bewußtscyn ihres festenGlaubens an die Gottheit, von ihrer Schickung das Besteerhofften.
In etwas starken Ausdrücken widerlegte sie nun-mehr die Meinung der Klosterfeinde, als würden dieNonnen, auf den Fall, daß sie zurück in die Welt träten,ihren inncrn Zustand verbessern. Sie beschwerte sich fer-ner gegen die Beschränkung der persönlichen Freiheit unddie unevangelische Gewaltsamkeit in geistlichen Sachen;ferner, daß man ihnen wehren wolle, in schwesterlicherLiebe und Gemeinschaft zusammenzuleben, was doch zuden Zeiten deS Urchristenthums, ans das die Neuerer im-merdar zurückdcuteteu, auch geschehen sey. Sie klagteeben so die lieblose Unduldsamkeit an, mit der man selbstFreudenhäuser lieber, als Klöster dulde. Den bündigstenBeweis, daß nicht Begierde nach Müssiggang und weichli-chem Leben sie und ihre Schwestern bestimme, den ge-schwornen Gelübden treu zu bleiben, suchte sie durch denUmstand herzustellen, daß für zärtliches und weichlichesLeben schlecht in den Klöstcktn, wenigstens in dem ihrige»,gesorgt sey. Nicht will sie das Wort Gottes verwerfen,aber auch Wvrtgezänke und Ehrenschändungcn nicht fürgöttlich halten. Zwischen dem Evangelium, dem Gesetzder Liebe, und dem Betragen der Prädikanten, der Lehredes Hasses, zieht sie eine scharfe Parallele. Und nunkommt sie auf deren Predigten und Schriften zu sprechen,und auf die Gährungen und Wirren, die sie im Landeerzeugt, und auf die Zweifel und Verheerungen, die siein so vielen Köpfen und Gemüthern bereits angerichtet