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Bäter erheben dürsten, welche letztere des Klosters leichtentbehre» könnten, nicht aber im Gegeuthcil das Klosterihrer. Gegen die Denkart und Sitte der ihnen zugedach-ten Laienpriester selbst hegte sie durchaus nicht das mindesteVertraue», und den Zwang, welchen man durch dieselben,als hiezu erkorne Werkzeuge erleiden sollte, erklarte siefür sehr willkürlich und ungerecht. Bei diesem Anlaßerfahren wir nun auch, daß lange vor de m Ausbruchder Neuerungen, zu St. Klara das alte undneueTestamcnt,und zwar lateinisch und deutsch,und der Gemeinde wie Einzelnen von Zeit zuZeit vorgelesen worden In zweifelhaften Fäl-len, und wo Glossen uothwendig waren, nahm man zuden Erklärungen der heil. Väter und der allgemeinen Kir-che lieber, als zu den Erklärungen der neuen EvangelistenZuflucht, deren Früchte und Tugenden ohnehin jenen derHeiligen so ungleich sich crwährt. Charitas bangte, „daßaus dem verschlossenen Kloster ein offenes Haus werde;"zeigte übrigens zu Abstellung sämtlicher Mißbräuche sichbereit, sobald man solche bestimmt und namentlich nur be-zeichnen wolle. Allein in allen geistlichen Dingen sprachsie für sich und ihre Schwestern vollkommene Freiheit an.
Noch einmal wurde daher von ihr gegen das einge-schlagene System des Senates feierliche Verwahrung ein-gelegt, nicht ohne heftige Worte gegen „die Wölfe, soman ihnen in den Schaafstall zu schicken Willens sey, undmit denen man über die armen Schäflein herzufallen su-che, die sie seit ein und zwanzig Fahren nun treu be-wacht. " Charitas war der Meinung, daß „der Rath sich
23) Das lateinische nach der Uebersetzung deS Erasmus.