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neuen wissenschaftlichen Lebens, war auf einer seiner viel-fachen Reisen durch Teutschland, in der Nahe von Nürn-berg, von Raubern überfallen, furchtbar mißhandelt undvöllig ausgeplündert worden. Charitas, die kurz vorhervon ihrem ehemaligen Lehrer die Werke der Rheos-w»da, bekanntermaßen durch diesen zuerst entdeckt undherausgegeben, zum Geschenk erhalten hatte, beeilte sich,denselben in einem freundschaftlichen Briefe bestmöglichstaufzuheitern und zu trösten.
Celtis, voll dankbarer Rührung hierüber, sandte sei-ner edlen Schülerin zwei seiner neuesten Werklein zu,enthaltend das Leben des heil. Sebaldus, des Schutz-patrons von Nürnberg, und die poetische Beschreibungeben dieser Stadt, ein Buch, das durch allerlei wunderbareSchicksale, die es erlitt, berühmter noch, als durch seinenInhalt geworden ist. Diese zweite Sendung begleitete eineOde, oder vielmehr ein in metrische Form eingekleideterBrief, an Charitas.
Dieselbe fand sich durch diese Aufmerksamkeit und dieHuldigung, welche ein so großer Gelehrter ihr zollte, ebenso überrascht, als in ihrer bescheidenen Seele sogar be-schämt. Gleichwohl hielt das Gefühl ihres Unwerths, dassie auch diesmal mit rührender Einfalt und dennoch mitdem Bewußtscpn des Uebergewichts der Tugend über Ge-lehrsamkeit, gegen jenen an den Tag gab, nicht ab, Celtiszu ermahnen, daß er seinen Eifer und Forschungsgeist undseine Phantasie statt, wie bisher, reinweltlichcn, ja wohlselbst heidnischen , und wie ihr däuchte, sogar sündhaftenGegenständen, doch nun dem himmlischen und christlichenz «wenden, und statt ihr irdisches Vaterland, lieber dasübrechdische schildern, endlich daß er die weltliche Philoso-