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Aus der so eben geschilderten Gemüthsstimmung undverfolgten geistigen Richtung erklärt sich der frühe Hang,welcher unsere Charitas zu klösterlichem Leben trieb, undihr Entschluß, den Schleier zu nehmen.
Sie war im Jahr 1478 zwar schon in das KlosterSt. Klara, von dein später ausführlicher die Rede seynwirh, geschickt worden, jedoch damals, wie mir däucht,mehr zum Unterricht, nach her allgemeinen Sitte jener
noch in der Folge eine Hauptrolle daselbst. Chri-stoph bildete in Italien, während neun Iahren, so-wohl in allen freien Künsten, als in den vorzüg-lichsten Fächern, die zu strengwissenschaftlicher Bil-dung damals gerechnet wurden, sich aus. Als Be-ruf jedoch wählte er sich die Rechtswissenschaft,sstoch zu Bologna ward er Syndik der deutschenLandsmannschaft; i. Z. 1S06 erhielt er die Doktor-würde. Seine ersten Schriften schon hatten ihnin der öffentlichen Meinung äusserst vvrtheilhaftausgezeichnet. Bald erhielt er einen Ruf nach Wit-tenberg gls Rechtslehrer und Rektor; und nachkurzer Frist den Charakter eines churfürstlichenRaths und Beisitzers am Landgericht, eben so wur-den ihm von den Herzogen Johann und Georgmehrere andere Ehrcnstellen übertragen. Die Be-mühungen feines Oheims Anton Tucher jedoch hat-ten den Erfolg, daß Scheuerl den Fürstendienstverließ, und in der Vaterstadt Nürnberg Ehrenäm-ter annahm. Bis zu seinem Ende wirkte er fürdieselbe nun rastlos und mit ungeschwächtem Ver-trauen. An der Reformation nahm er lebhaftenAntheil für dieselbe, Er starb den 14. Juni 1S42.Seine Schriften sind in Wills Nürnb. Gelehrt.-Lerikon B. III. verzeichnet.
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