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auf irdische Verhältnisse sich bezogen, nach und nach ver-drängten.
Zwischen den beiden ältern Geschwistern knüpfte sichfrühe ein zartes Freundschaftsband, der besondern Uebcr-einstimmung ihrer Seelen willen, wie Pirkheimer späterselbst uns gesteht, und die Wahlverwandtschaft fesseltemächtiger als die zufällige des Blutes. Dieses innigeVerhältnis' erlitt bis zum Tode der Beiden niemals ejnewesentliche Störung, und Charitas erscheint vor allen üb-rigen Gliedern des väterlichen Hauses als der LieblingBilibalds. Zn mehr als einem Briefe stellte er sie alsdas Muster der Frauen Nürnbergs dar, an wissenschaft-licher Bildung sowohl, denn an tugendreichem Sinne, undandere ausgezeichnete Männer bestätigten während ihresLebens noch, wie nach ihrem Tode unbestochen dieses Ur-theil, und priesen sie, die den vergänglichen Glanz derErde schon srühe einem höhern Ziele ausgeopfert, und denreichen Schatz fraulicher Ehren in ihrer Familie, wie inNürnberg überhaupt, erneuert und gemehrt habe. Zamanche, wie Erasmus und Scheuerl'), stellten sie überalle damaligen Frauen Teutschlands.
2) England hat seine Morien: Teutschland seine Pirk-heimerinnen und Blaurerinnen. Lras,». allScheuerl betreffend, vergl. Beil. V.Zur Kenntniß der vorzüglichste» Lebcnsmomenteund Verdienste dieses Mannes diene Folgendes:Christoph Scheücrl, aus patrizischcm Geschlecht, mitdem Pirkheimer'scheu ziemlich nahe verwandt, wurdeden 11. November 1481 geboren. Seine Familiestammte zwar ursprünglich aus Schlesien; alleindurch eine Heurath seines Vaters mit Helena Tu-cher, wurde sie in Nürnberg heimisch, und spielte