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Die vier Lebendigen ( t eacrapa <£öa 4, 6), sind auf unserer Abbildungnicht sichtbar aber sie erscheinen auf andern von den genannten Bildern und na-mentlich auch auf der zweiten Tafel, dem Bilde von St. Paulus. Es sind diesesdie Symbola der vier Evangelisten; von diesen Bildern ist jetzt das Bild desMenschen dem h. Matthaeus, das Bild des Löwen dem h. Markus, das Bild desOchsen, dem h. Lucas und das Bild des Adlers, dem h. Johannes als stehendes Attributzugewiesen. In früheren Zeiten stand diese Ordnung nicht fest. Ihre Deutung er-halten diese Wundergestalten in der Vision des Propheten Ezechiel. In diesen vierLebendigen, jenen unsterblichen Wesen, die das Leben im höhern Sinne haben, wer-den die vier Cherubine erkannt, jene vier Engelfürslen welche dem Throne dergöttlichen Majestät am nächsten stehen und ihre Befehle ausführen. Sie sind Trägerund Boten der unendlichen Eigenschaften Gottes, sqiner Macht, Weisheit, Güte undGerechtigkeit. Das eine dieser Lebendigen mit dem Menschengesichte symbolisirtdie Güte Gottes; das andre mit dem Löwengesichte die Allmacht; das drille, derAdler, wegen seines Sonnenblickes die Weisheit, und der Ochse die GerechtigkeitGottes. Wir begreifen ferner warum wir diese vier Lebendigen in der Nähe desAlten der Tage, des Vaters, des Ewigen, Unendlichen, Unnahbaren finden. AlsSchöpfer, Herr und Erhalter der Welt, trögt er in der Linken den Scepter; dieHechte hingegen ist die Welt segnend erhoben; von dem Haupte gehen Strahlennach allen Richtungen aus ; sie erfüllen das Weltall mit Licht, Wärme undLeben. Diese nach allen Bichtungen hin ausgehenden Strahlen, finden ihrenneuen, ihren lebendigen Ausdruck in den vier Lebendigen.
Tiefer herab unterhalb der sieben goldenen Leuchter und der vier Engel,erblicken wir links und rechts, hohe Gestalten in langen Gewändern mit Kronenoder Kränzen in den ausgestreckten Händen. Auf dem Bilde von St. Praxedessind nicht alle Figuren abgebildet, wir erblicken nur den Anfang, nicht das Endeder Reihe ; auf dem Bilde von St. Paul hingegen beträgt die Zahl dieser Figurenvier und zwanzig. Die Erklärung bringt abermals die Apokalypse 4, 4. „Unddiesen Thron umkreiselen vier und zwanzig Throne, und auf diesen Thronensassen vier und zwanzig Aelteste in weissen Gewändern und mit goldenenKronen auf ihren Häuptern". Diese vier und zwanzig sind hier nicht sitzenddargestellt, sie eilen zu dem Throne hin, sie fallen vor dem, der, wie es im24. V. lieisst, auf dem Throne sitzt nieder, und legen ihre Kronen vor den Thron