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vom 3. Juli 1669 für Carl Otto v. Stein auf Hupperts- und Endmann-Berg, Kord- u. Ostheim, Johanniter-Comthur zu Bingen, Erb-Truch-sess von Nürnberg, marlcgr. brandenb. - onolzbach. Geh. Rath, Canzlerund Hofrichter. — Altes, fränkisches Adelsgeschlecht, wohl einesStammes mit den Stein v. Bärchfeld und v. Liebensein, wenn auchdie-Wappen im Laufe der Zeit nicht mehr ganz dieselben blieben. —Die urkundlich erwiesene, ununterbrochene Stammreiche der hier inRede stehenden Familie v. Stein, beginnt mit Caspar v. Stein, welcher1256 von dem Bischöfe von Würzburg mit einem Zoll in Mellrich-stadt unter der Bedingung, den Gebirgspass nach Sachsen, nament-lich die s. g. Weinstrasse, offen und sicher zu erhalten und mit einem,im Lehen mitbegriffenen, kleinen Gute belehnt wurde. — Die Sprossendes Stammes gehörten vom Anfange an zu den weiland reichsritter-schaftlichen Cantonen in Franken, waren mit allem alten und stifts-iahigen Adel vielfältig verwandt und verschwägert und erwarben,oder empfingen im Laufe der Zeit mehrere andere Besitzungen inFranken theils als freies Eigenthum, theils als Lehen von den Bischö-fen zu Würzburg und Fulda, so wie von den Grafen von Hennebergund den Herzogen zu Sachsen. In älteren Urkunden und Kachrichtentreten die Glieder der Familie schlechtweg mit dem Kamen v. Steinauf und erst nach dem Erwerb, dem Wechsel und den Theiiupgender vielen Güter kamen andere Bezeichnungen hinzu u. zwar nament-lich: von Nord- und Ostheim, Rupperts, Rosshrieth und Volkers-hausen. — Die Ahnenproben der heutigen Freiherren v. Stein zuNord - u. Ostheim steigen, wie folgt, herab: Caspar v. Stein: RosinaMargaretha v. Guttenberg; — Dietrich v. Stein zu Nord- und Ost-heim : Maria Dorothea v. Stein zum Altenstein; — Caspar v. St.:Philipp Ernst Freih. v. St.: Eleonore Sophie Freiin v. Diede zum Für-stensteiu; — Dietrich Philipp August; — Julius Wilhelm, gest. 1816,grossh. sachs.-weimar. Kammerherr und Oberst-Forstmeister: AnialiaAugusta Ernestine Grf. Bachof v. Echt, gest. 1810; — Dietrich Freih.v. St. zu Nord - und Ostheim, geb. 1793, h. sachs.-coburg.-gothaisch,w. Geh. Rath und Staatsminister a. D., seit 1830 Mitglied der Gan-erbschaft des ade.ligen Hauses Alten-Limpurg in Frankfurt a. M.:Henriette Freiin v. Günderode, geb. 1796 und verm. 1815 (Muttervon vier Söhnen und sechs Töchtern): — Freih. Rudolph (ältesterSohn), geb. 1817, k. preuss. Oberstlieutcnant zur Dispos., verm. 1851mit Thecla Freiin v. u. zu der Tann vom gelben Schloss, geb, 1824,aus welcher Ehe drei Söhne stammen: August, geb. 1853, Otto, geb.■ 1854 und Heinrich, geb. 1857. — In Bezug auf den neueren undneuesten Personalbestand der weit verzweigten Familie ergeben diegeneal. Taschenbb. der freih. Häuser genaue Nachweise.
Der Freiherrnstand der Familie ist in neuerer Zeit auch im Kgr. Bayern auf Grund von Lehens-briefen anerkannt worden. — Schannat, S. 152 u. 163. — Gauhe, I. S. 2425. — Biedermann, Cant.Rhön und Werra, I. Verzeichn. — v. Lang, Suppl. S. 67 und 68. — v. Ledebur, II. S. 477. — Ge-nealogisches Taschenb. d. freih. Häuser, 1853. S. 454—56, 1855. S. 5S7 88, 1864. S. 810—12 u. 186G.— Siebmacher, I. 103: Die Stein v. Ostheim, Fränkisch u. Suppl. III. 3. — v. Meding, I. S. 583.—W. B. d. Kgr. Bayern, IV. 18 u. v. Wolckern, Abth. 4. S. 41. — W. B. der sächs. Staaten, IIT. 47.
Steinach (in Gold eine schwarze Davidsharfe mit neun schwarzenSaiten und auf dem Helme ein schnurrbacken- und kinnbärtiges,