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Stein, Stain, in Krain. Ein früher zu dem Adel im Herzogth.
Krain zählendes Geschlecht aus dem Stammsitze Stein, sechs Meilenvon Laibach.
Gauhe, I. S. 2428: nach Valvasor. — Zedier, 39. S. 1515.
Stein, in Pommern, Stain, Staine, Steen, Steene (in Silbereinrother, gestufter Eckstein, dessen vier Ecken mit grünen Kleeblätternbesteckt sind u. in welchem ein Eberzahn liegt). - Altes, im 17. Jahrh.erloschenes, pommernsches Adelsgeschlecht, welches noch 1618 zuBietegast auf Rügen, zu Siegellcow im Camminschen und zu Spiegels-dorf unweit Greifswald sass. — Hennicke v. Stein lebte zu Zeitendes Herzogs Bogislaus X. in Pommern, um 1496. Der Urenkel des-selben, Arend v. Stein auf Zig-gelow (Siegellcow), litt in Folge einesFalles sehr am Kopfe und war auch so herabgekommen, dass er imAlter und in schwerer Kriegszeit herumirren musste, bis er in derMitte des 17. Jahrh. zu Sissow starb. Mit ihm erlosch der Stamm.
Micrael, VI. S. 378. — Wacieenrodcr, Altes und Neues Rügen, S. 228. — Gauhe, I. S. 2420 u.21. — Zedier, 39. S. 1516. — FreiJi. v. Ledebur, II. S. 478 u. III. S. 346. — Siebmacher, V. 158:Pommerisch.
Stein, im Nordgau, Freiherren. Altes, freiherrliches Geschlecht,dessen Stammschloss Hippoltstein mit dem gleichnamigen Städtchenin der Ober-Pfalz am Flusse Roth gelegen war. Als Ahnherr wirdEckembrecht Graf v. Byburg angenommen, von dessen NachkommenEberhard und Ulrich Schloss und Herrschaft Stein auf dem Nordgauerhielten, welche Besitzung von drei auf einander folgenden Herrenderselben Hippolt oder Hippoltstein genannt wurde. Ulrich setzteden Stamm nicht fort. Das Schloss kam wieder an die Grafen v.Abensperg, von denen die Grafen v. Byburg stammten u. von diesenan die Grafen v. Roteneck und Randeck als Geschlechts-, Bluts- undLelms-Verwandte. Die Besitzer des Schlosses pflanzten den NamenStein auf demselben fort und nannten sich gewöhnlich: de Rapide,bis um 1404 mit Conrad v. Stein, Dompropsten zu Eichstedt, derStamm erlosch.
v. Falkenstein, Antiquit. Nordgav. II. S. 300 u. 301. — Gauhe. I. S. 2426 u. 27. - r- Zedier, 39.S. 1515.
Stein, in Schlesien. Zu diesem Stamme gehörte George v. Stein— nach Annahme Einiger von Geburt ein Oesterreicher — welcher,aus Oesterreich vertrieben, erst Bernhardiner-Mönch, später aber desKönigs Matthias in Ungarn Kriegsoberst und Geh. Rath wurde. 1480als Landvogt in der Ober- und Nieder-Lausitz eingesetzt, erhielt er1482 den Titel eines königl. Anwalts und Statthalters in Schlesien,wie auch eines Landeshauptmanns der Fürstentliümer Jauer undSchweidnitz. Derselbe regierte sehr strenge, schrieb sich: WirGeorge v. Stein, Herr auf Rissau u. s. w., machte sich sehr verhasst,besonders in Schlesien und bedrängte namentlich die Stadt Breslauhart. Er hatte den Plan, die Lausitz erblich an seinen König zubringen und fing auf dessen Befehl an, das Schloss zu Budissin vonNeuem zu bauen, als aber 1490 die Nachricht von dem Tode desKönigs eintraf, musste er in höchster Eile fliehen und begab sich auf