— 569 —
Spitznase, Spitznas (Schild schräglinks getheilt; rechts Schwarz,ohne Bild und links in Silber fünf, 1, 2 u. 2, schwarze Lanzenspitzen.)Altes, thüringisches, schon im 12. Jahrh. bekanntes Adelsgeschlecht,welches später, 1613, zu Brachwitz an der Saale und zu Kedelitzunweit Jericliow a. d. Elbe, 1670 zu Wechmar im Gothaischen, 1676zu Schwanebeck bei Oschersleben und noch 1750 zu Höhen-Oelsenim Reussischen sass. —Dietrich S. führte im Hamen des ThüringischenAdels das Wort, als K. Lothar 1130 denselben an den LandgrafenLudwig übergab; Wolfgang S. war 1605 Camerarius und Subseniorzu Magdeburg; Bernhard und Melchior, die Spitznasen, errichteten1561 einen Vergleich mit den Grafen v. Gleichen; ein v. S. blieb1648 als kais. Oberstlieutenant bei Dingelflngen und Rudolph Heinrichy . S. war 1690 Fürstlicher Kammerjunker zu Weimar. Letzterersetzte das Geschlecht fort und von den Kachkommen wurde der Eineum 1735 Sachs.-Weimar. Oberstlieutenant. —Der Stamm blühte fortund später standen Sprossen desselben in der k. preuss. Armee. Einv. Spitznas starb 1795 als k. pr. Oberst und Commandern- der Feld-jäger, und ein Sohn desselben aus der Ehe mit einer van der Velde,welcher 1806 im Jägerregimente diente, lebte 1857 als Major y . d.Armee.
Sagittar , Gleicliensche Historie, S. 20, 366, 433 u. a. m. O. — Bayer, Geogr. Jen. S. 113. —Gotha Diplom. II. S. 255. — Gauhe, I. S. 2381 u. 82. — Zedier, 30. S. 294 u. 95. — Brückner,Goth, Kirchen- u. Schul-Staat, I. Stck. 3. S. 227. — N. Pr. A.-L. IV. S. 228. — Freih. v. Ledebur,II. S. 465. — Siebmacher, I. 145: Die Spitznasen, Thüringisch und 168: Sächsisch. — v. Meding,I. S. 568: auch nach Albinus, Wcrthernsche Historie.
Spleny zu Miliäld, Freiherren (in Blau ein aufrechtstehenderBär, welcher in den Vordertatzen ein offenes Buch hält). Altes, zudem Adel in Ungarn und Siebenbürgen zählendes Geschlecht, inwelches der Freiherrnstand 1500 kam und aus welchem mehrereSprossen zu hohen Würden und Ehrenstellen in Ungarn und in derk. lr. Armee gelangt sind. — Haupt des freih. Hauses war in neuesterZeit: Freih. Samuel, geb. 1812, — Sohn des 1829 verstorbenen Freih.Franz, k. k. Kämm., Geh. Raths, Feldmarschall-Lieut. u. Regiments-Inhabers aus der Ehe mit Anna Macskäsy v. Tinkova, gest. 1843 undEnkel des 1818 verstorbenen,Freiherrn Gabriel, k. k. Geh. Raths,Feldmarsch.-Lieutenants, Regiments - Inhabers und Obergespans desszaboleser Comitats, venu, mit Susanne Freiin v. Orczy — verm.1851 mitCatharina Freiin v. Kemeny, Wittwe seines Bruders Michael,aus welcher Elm ein Sohn, Victor (Geysa), geb. 1852, stammt. —Von dem Bruder des Freiherrn Gabriel, dem Freih. Joseph, geb. 1744und gest. 1836, k. k. Kämm., Geh. Rath und Kronhüter des Kgr.Ungarn, verm. mit Gabriele Gräfin Uisalusy, gest. 1828, stammtenzwei Söhne und leben drei Enkel nnd ein Urenkel.
Geneal. Taschenl). d. freih. Häuser, 1854, S. 395 — 97, 1864, S. 800 — 2 und 1866. — Tyroff, ii.288: F. H. v. Spl6ny.
Splitgerber, Splittgerber (Schild geviert mit silbernem Mittel-schilde und in demselben ein Zinnenthurm. 1 in Gold ein querge-legtes, silbernes Jagdhorn; 2 in Blau ein aufrecht gestellter Anker;3 ebenfalls in Blau drei schrägrechts gestellte, goldene Sterne und 4