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belegt). Erbl.-österr. Freihermstand. Freihermdiplom vom 8. Juni1647 tür Hans Paul v. Spindler, Herrn zu Wels, Ihrnhärting undWildenstein, kais. Rath, Land- und Rieder-Oesterr. Regiments-ßatliu. s. w. und für das ganze Geschlecht und Grafendiploni von 1722für Johann Philipp Preih. v. Spindler, kaiserl. Landrath und Landes-Anwalt in Ober-Oesterreich. — Altes, österr. Adelsgeschlecht, auswelchem, nach Freih. v. Hoheneck, Oswald Spindler, Fürstl. Canzlerzu Eichstaedt, um 1545 lebte. Von demselben stammten zwei Söhne:Johann, gest. 1600 als Abt zu Garsten und Yitus S., von welchemdie beiden Linien zu Wildenstein und zu Hoseck und Pernau aus-gingen, nachdem die Linien zu Albrechtsberg u. zu Uhrstein erloschenwaren. Die Söhne des Vitus S. waren: Anton, Prälat erst zu Garsten,später zum Schotten in Wien, wo er 1648 starb, Hans Paul, s. oben,zu Wildenstein und Johann Haptist v. und zu Hoseck auf Pernau.Von Hans Paul, welcher, wie erwähnt, den Freiherrnstand in dieFamilie brachte und die Wildensteinsche Linie anfing, stammte Freih.Johann Ignaz, kaiserl. Rath und Hieder-Oesterr. Regierungs-Rath,welcher 1679 bei der damaligen Pest in Wien Präses des Sanitäts-collegium war und von diesem entspross Johann Philipp, s. oben,erster Graf Spindler und edler Herr v. Wildenstein, welcher sechsSöhne erzeugte, von denen Graf Johann Augustin um 1730 kaiserl.Rath und Landrath wurde. — Johann Baptist — älterer Bruder desFreih. Hans Paul — Stifter der Linie zu Hoseck und Pernau, warkaiserl. Rath und Landrath und 1619 Hof-Kammerrath u. Verwalterder Landeshauptmannschaft. Derselbe setzte seine Linie durch zweiSöhne fort: Johann Anton Spindler v. und zu Hoseck und Veit Jacob.Von den Söhnen des Letzteren erhielt Franz Adam durch Vermählungdie Herrschaft Wald in Hieder-Oesterreich, Franz Matthias aber ver-mählte sich 1717 in zweiter Ehe mit einer Freiin v. Grünthal. Soweit gehen die Kachrichten, welche Freih. v. Hoheneck über die Fa-milie gegeben hat — wie etwa der Stamm fortgesetzt worden ist,war nicht zu ermitteln. — Kach Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 103erhielt Johann Joseph v. Spindler, k. k. Hauptmann, 1781 den erbl.-österr. Freiherrnstand.
Freih. v. Hoheneck, II. S. 459 — 74. — Gauhe, I. S. 2379 u. 80. — Zedier, III. 39. S. 30. —Siebmacher, III. 05. — v. beding, III. S. 630. — Suppl. zu Siebmachers W. B.: Gr. v. S.
Spithal, Spittael, Spittalil (Schild quer getheilt, oben ein auf-wachsender, in dem Maule eine Schlange haltender Bär und untenzwei gegen einander sitzende Raben). Ein zu dem MünstersehenAdel gehörendes Geschlecht, in welches der Adel 1661 kam undwelches noch um 1799 in Westphalen zu Krechting im Kr. Borkensass, nach welcher Besitzung sich auch eine Linie nannte. — EinMajor v. Spithal stand 1792 im k. preuss. Infanterie-Regimente v.Graevenitz, später v. Zweiffei. Eine Tochter desselben, Fignette v. S.,vermählte Krug v. Kidda, starb 9. Sept. 1842. Eine andere Tochter,Caroline v. S., vermählte sich mit Georg v. Bredow auf Wagenitzim Westhavellande.
N. Pr. A.-L. IV. S. 228. — Freih. v. Ledebur, II. S. 465 und HI. S. 346.