österr. Freiherrnstand. Diplom von 1753 für Franz v. Sala auf Jei-dendorf, niederösterr. Landrechtsbeisitzer.
iWegerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 95.
Salburg, Salaburg, Freiherren und Grafen (Stammwappen:Schild von Schwarz und Gold der Länge nach getheilt, mit einer Lilievon gewechselten Farben: Feld 1. und 4. des gräfl. Wappens). Erb-ländisch-österr. Freiherrn- und Grafenstand. Freiherrndiplom von1608 für Heinrich v. Salburg, Herrn der Herrschaft Falkenstein, mitden Gütern Hochhaus und Altenhof in Oberösterreich, und Grafendi-plom vom 3. Novbr. 1665 für den Enkel desselben, Georg SiegmuiulFreih. v. Salburg, Herrn der Herrschaften Salaberg, Puchheim, Mit-tenberg, Leonstein, Klaus, Ort am Traunsee u. s. w., und zwar mitseinem Neffen, Hermann Freih. v. S., und mit seinen Vettern, denSöhnen des Freiherrn Siegmund Friedrich. — Altes, ursprünglichvoigtländisches Adelsgeschlecht, welches Einige, unter Berufung aufImhof, von der seit 1441 reussischcn Stadt Saalburg a. d. Saale her-leiten , doch sagt Imhof (Mantissa de proc. aul. caesar. Leopold. XL.)nur: stirps in Yoitlandia enata. Der erste bekannte Sprosse der Familie,Siegmund S., besass um 1400 unweit Voigtsberg im Voigtlande einenRittersitz mit einem Bleibergwerke, und die Hausfrau desselben stammteaus der fränkischen Familie Iiesch v. Gerolzau. Der Urenkel, Bartho-lomaeusS., begab sich 1518 nach Falkenstein in Oberösterreich, welcheHerrschaft damals der Bruder seiner Mutter, Jobst v. Oberweimar, alslandesfürstliches Lehn inne hatte, kaufte später die Herrschaft Aich-berg in Oberösterreich, wurde in Folge dieses Kaufes oberösterreichi-sches Landesmitglied und starb 1569. Aus seiner Ehe mit Anna Zoll-ner v. Matting stammten drei Söhne, Gottfried, Oswald und Heinrichv. Salburg. Gottfried starb 1581 ohne männliche Nachkommen; Os-wald, gest. 1572, Herr der Herrschaft Artstetten in Niederösterreich,hatte Nachkommenschaft, doch erlosch dieselbe, da Keiner der vonseinem 1712 verstorbenen Urenkel, Hermann Seyfrjed, hinterlassenenfünf Söhnen sich vermählte, mit dem Grafen Ernst nach 1730. Hein-rich. gest. 1629, trat zur katholischen Religion über, kaufte von demK. Rudolph II. 1605 die Herrschaft Falkenstein mit den Gütern Hoch-haus und Altenhof, erhielt, wie angegeben, den Freiherrnstand, er-warb dann die Herrschaften Rannaridl und Riedau mit dem Amte St.Sixt in Ober- und 1618 die-früher hochstifts-bambergiscbe, später diek. k. Lehnsherrschaft Salaberg in Niederösterreich, und hinterliess auserster Ehe zwei Söhne, Johann Heinrich und Gottfried, und aus derzweiten ebenfalls zwei Söhne, Georg Siegmund und Gottlieb. JohannHeinrich, k. k. Kämmerer, starb 1633 ohne Kinder. Gottfried, gest.ebenfalls 1633, erbte die Güter von dem älteren Bruder und gründetedurch seinen Sohn, Siegmund Friedrich, eine Linie, die aber, obgleichLetzterer sechs Sühne hinterliess, doch mit einem derselben, HansReichhard, 1713 ausging, worauf die Güter an die beiden Sühne ansHeinrich's zweiter Ehe, Georg Siegmund und Gottlieb, kamen. GeorgSiegnmnd, gest. 1669, brachte, s. oben, den Grafenstand in die Fa-milie. Die von Georg Siegiuund selbst gepfiauzte Linie erlosch 1806