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War in Pommern 1649 und noch 1079 zu Steinwehr unweit Greifen-hagen gesessen.
Freih. v. Ledebur , III. S. 335 und 330.-- Swerig. Rik. Wapenb., Ridd. 69 und 619.
Salir (Schild quergetheilt: rechts Roth ohne Bild und links inSilber zwei blaue Querbalken). Adelsstand des Kgr. Sachsen. Diplomvom 21. April 1830 für Jobann Gottlieb Sahr, k. sächs. Justizamts-Actuar und Besitzer der Rittergüter Zschechwitz mit Guehrcn undKautsch, Nöthnitz und Rosenhitz, so wie für den Bruder desselben,Gottlieh Benjamin Sahr, Tuchhändler. Gustav Gottlieb Benjamin v. Sahrstand 1854 in der k. sächs. Cavalerie als Oberlieutenant und Adjutant,und der obengenannte Johann Gottlieb v. Sahr starb 21. Juli 1857 im78. Lebensjahre.
Handschriftl. Notiz. — Freih. v. Ledebur, II. S. 336. — W.-B. d. Sachs. Staaten, V. 71.
Saliner v. Sahr (in Blau ein von Silber und Roth in der Längegetheilter Adler mit zwei, in Gestalt eines halben Mondes zusammen-gefügten, goldenen Kleeblättern belegt). Altes, meissensches Adels»geschlecht, welches sich später, namentlich aus dem StammhauseKötteritzsch hei Colditz, ausbreitete. Valent. König leitet den Stammaus Böhmen her und nimmt den Ursprung desselben von den alten Gra-fen v. Salier, Sahr, an. Der Stamm dieser Grafen kam mit Czech,erstem Fürsten in Böhmen, in dieses Land. Der Ahnherr hiess Zdiech.erhaute das Schloss Zdiechwitz und hinterliess zwei Söhne: Botak undSahr, welche zur Zeit des Herzogs Crocus das erste Eisen in Böhmenfanden. Aon den Nachkommen des Letzteren erbaute Stanislaus Sahrdas Schloss Sahr, aus welchem Florian Dietrich Graf v. Sahr stammte,welcher kaiserlicher Rath und des grösseren Landrechts Beisitzer inBöhmen war und 1674 den Stamm geendet haben soll. — Die Stamm-reihe der hier in Rede stehenden Sahrer v. Sahr beginnt mit Sahrerv. Sahr um 1430. Sebastian S. v. S. auf Roth-Augezd und Pelig ver-liess 1621, in Folge der Religionsstreitigkeiten, Böhmen, kam in dasMeissensche , blieb der neuangenommenen Lehre treu und verlor alsoseine Güter. Von seiner Gemahlin, einer Vitzthum v. Apolda, hatteer mehrere Söhne. Von diesen Sühnen starb 1680 zn Brandis LeoS. v. S. auf Ragwitz, Zzstortau, Laue u. s. w. als herzogl. holstein-sonderburg. Kammerjunker und Hofmeister. Derselbe hinterliess ausseiner Ehe mit einer v. Schleinitz zwölf Kinder, von denen AdolphNicol S. v. S. auf Kötteritzsch 1715 als Pachterinhaber der Schönberg-Purschensteinschen Güter starb, nachdem derselbe mit seiner Gemah-lin , einer v. Berbisdorf!' a. d. IL Rückerswalde, den Stamm durch zweiSöhne fortgesetzt hatte. Letzterer blühte dauernd fort und erwarbmehrere Güter. Die Familie sass noch 1779 zu Kötteritzsch und zuNiederstein unweit Leisnig, erwarb in neuerer Zeit Alt-Choren beiRosswein und Wetterwitz bei Mutschen , und von den Sprossen des Ge-schlechts traten Mehrere in diekur- und k. sächs. Armee. Der k. sächs.Generallieutenant der Infanterie Sahrer v. Sahr war von 1815 bis 1823Commandant der Festung Königstein; Heinrich Adolph S. v. S., k.sächs. Major in d. A., war seit 1836 Mitglied der 2. Kammer dersächs. Ständeversammlung; Johann Georg S. v. S. starb später als