1208 Marschall des K. Philipp, und Ulrich v. S. streckte 1278 demK. Rudolph v. Habsburg eine grosse Summe Silber vor. — YomIG. Jahrb. an erhält die Geschichte beider Linien des Stammes, dermeissenschen und der böhmischen, festeren Grund. Aus Ersterer standum diese Zeit der obengenannte Johannes YI., Bischof zu Meissen, imgrössten Ansehen, und gegen die Mitte des 16. Jahrb. war Caspar v. S.,Domherr und Senior des Ilochstifts Meissen, sehr berühmt. Später,1659, erlosch die meissensche Linie mit Georg Caspar v. S., Herrnauf Schweta. — Aus der böhmischen Linie, welche sich später auch inMähren ausbreitete und in welche schon vom K. Friedrich II. 1237der Freiherrnstand gekommen sein soll, erlangten Georg v. S. und dieSöhne desselben , Johann Friedrich und Wolfgang v. S., s. oben, eineBestätigung des der Familie zustehenden Freiherrnstandes und vonden Nachkommen derselben, welche die Herrschaften Tetschen, Scharf-fenstein, Schwaden u. s. w. erworben hatten, erhielt Gottfried Con-stantin v. S., s. oben, eine neue Bestätigung des seiner Familie zu-kommenden Freiherrnstandes des Kgr. Böhmen und der demselbeneinverleibten Länder. In dem betreffenden Diplome ist gleich im An-fange die Erhebung des Geschlechts in den alten Herrenstand des heil,röm. Reichs vom K. Friedrich II. und Maximilian I. erwähnt. — Dieböhmische Linie hat dauernd fortgeblüht. Haupt derselben ist: Freih.Leopold, geb. 1830 — Sohn des 1851 verstorbenen Freih. Leopold,k. k. Majors in der Armee, aus der Ehe mit Anna Grf. Czäky, gest.1838 —. Der Bruder desselben ist Freih. Moritz, geb. 1832, und dieSchwester, Freiin Franzisca, geb. 1838, hat sich mit Geyza Ritterv. Schwaitzer vermählt.
Abr. Hossmann , M. Joh. Ernst Hoffmann und Christian Friedr. der Aeltere v. Asclien-feld, Geneal. oder adel. Stammchronik des adeligen Gesclil. deren v. Salilliaussen, mit Fort-setzungen. Dresden, 1654, 1655, 1661 und 1662. — Balbin , Mise. regn. Bohem., Dec. II.Lib. II. Pars 3. tit. C. — Knauth, S. 562. — Sinapius , II. S. 948. — Gauhe , I. S. 2001—4.
— Zedier , 33. S. 890—95, — Freih. v. Ledebur , II. S. 929. — Geneal. Tasclienb. d. freih.Häuser, 1858, S. 619 und 20 und 1864, S. 688. — In Stein gehauenes Wappen am Fürsten-hause der Universität Leipzig. — Siebmacher, I. 155: v. Salhausen, Meissniscli und III. 167.
— v. Meding, III. S. 552. — Tyroff, I. 257: Herren v. Sahihausen. — Borst, Allg. W.-B.II. 170 und 71 und Tab. 268: Rfreih. v. S. — W.-B. d. Oesterr. Monarch. XII. — Kneschk>',HI. S. 390—95.
Saamen, früher Salirae, Freiherren (Schild geviert: 1 und 4 inBlau ein vorwärts gekehrter Ritter in stählerner Rüstung, mit derRechten goldenen Weizen säend, und 2 und 3 in Gold der abgerisseneKopf und Hals eines schwarzen, gekrönten Greifen: österreichischeLinie, oder Schild geviert: 1 und 4 in Blau ein schwarz gekleideterSämann, der auf einem Acker Saamen ausstreut, und 2 und 3 in Silberder Kopf und Ilals eines gekrönten, schwarzen Adlers: preussischeLinie). Im Kaiserthum Oesterreich bestätigter Freiherrnstand. Be-stätigungsdiplom des von langer Zeit her geführten freih errlichen Titelsvom 6. Decbr. 1845 für alle damals lebenden Glieder des Geschlechts.
— Altes Adelsgeschlecht, welches um die Zeit der Gründung von Kö-nigsberg (1271) mit Rudolph v. Habsburg, bei dessen Zuge gegen dieheidnischen Preussen, muthmasslich aus der Schweiz, in die Ostsee-provinzen kam und seit dieser Zeit dem deutschen Ritterorden in jenenLanden angehörte. Um die Mitte des 15. Jahrli. befand sich die Fa-
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