— 621 —
Ruxleben, Rixleben, Rüchsleben und Rucksleben geschrieben. Fried-rich v. R. war bereits 1396 Schultheiss zu Nordhausen, und Heinrichv. R. 1477 gräfl. stolbergischer Marschall; Lorenz v. R. begleitete1530 den Bischof zu Strassburg auf den Reichstag zu Regensburg; Hein-rich der Jüngere kommt 1561 als Amtshauptmann zu Stolberg vor undCornel v. R. starb 1590 als kursächs. Ober-Jägermeister. — Ein, denNamen des Geschlechts führender Sitz liegt bei Nordhausen. Schon1560 sass die Familie in Thüringen zu Auleben unweit Sangerhausen,im Meissenschen aber 1558 zu Zschopau und 1590 zu Krummen-Hermsdorf bei Zschopau. — In Hannover gehört das Geschlecht durchBesitz der Güter Bösenrode (seit 1777) und Ritterthal (seit 1777) zudem ritterschaftlichen Adel der Grafschaft Hohnstein. — Im Kgr.Preussen waren nachRauer 1857 folgende Sprossender Familie, sämmt-lich im alten Besitze des Geschlechts, begütert: Friedrich Freih. v. R.,Major a. D., auf Bielen; Carl Sigismund Friedrich v. R. auf Auleben,Abgunst; Carl August Friedrich v. R., auf Auleben, Forstm. Gut, undHans Bruno v. R., auf Auleben, Neuer Hof, sämmtlich im Kr. Sanger-hausen , so wie auf Biesdorf im Kr. Nieder-Barnim.
Avemann , Kirchberg. Historie, S. 78 und 121. — Gaulie , I. S. 1989 und 1990. — Zedier,32. S. 2057. — N. Pr. A.-L. IV. S. 139. — Freih. v. d. Knesebeck, S. 243. — Freih. v. Le-debur, II. S. 327. — Siebmacher, I. 148: v. ltucksleben, Thüringisch und HI. 171: Hessisch.— Hannov. W.-B. C. 60 und S. 12. — Knrschke, I. S. 373. — o. Heftier , Hannov. Adel, Tab. 27.
RnfFer. Böhmischer Adelsstand. Diplom von 1718 für JohannGottfried Ruffer, Regierungs- und Consistorialrath zu Wohlau.
Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 430.
Rufin, Ruffin, Ruffini, Freiherren. Reichsfreiherrnstand. Diplomvom 7. Aug. 1769 für Franz Xaver Florian v. Rufin, nachherigen kur-bayerischer Kämm, und Ilofrath. — Altes, südtiroler Adelsgeschlecht,welches am Nonsberge zu Hause war. Der Sage nach nahm die Fa-milie an, dass der Ahnherr der in der römischen Geschichte bekannte,aus dem patricisch-cornelischen Geschlechte stammende, zweimalige(a. u. 463 und a. u. 476) Consul und Dictator P. Cornelius Rufinusgewesen sei, und in Folge dieser Annahme kam, bei Erhebung in denFreiherrnstand, zu dem Wappen der linke Helm mit der Büste des ge-nannten Consuls. — Die urkundliche Geschlechtsfolge geht bis in das15. Jahrh. zurück. Johann Baptist Ruffini zu Tiefenburg, tiroler Land-mann, kam als der Erste seines Hauses nach Bayern, erlangte diebayerische Edelmaunsfreiheit, erwarb die Güter Weyhern, Eisolzried,Nannhofen und Planeck und machte mehrere Stiftungen. Von ihmstammte aus der Ehe mit Agnes v. Vacchiery Freih. Franz Xaver Flo-rian , s. oben, welcher durch seinen Sohn, Franz Xaver Joseph , gest.1815 , in der Ehe mit Walburga Freiin v. Fraunberg den Stammdauernd fortsetzte. Weitere, genaue Nachrichten über die mit vierBrüdern in die Freilierrnclasse der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern ein-getragene Familie finden sich in den genealog. Taschenbüchern derfreiherrl. Häuser
v. Lang , S. 220 und 21. — Freih. v. Leoprechting, Stammbuch von Possenhofen, Mün-chen, 1854, S. 40 und 41. — Geneal. Taschenb. d. freih. Häuser, 1856, S. 568—70 und 1863,S. 825 und 26. — Suppl. zu Siebm. W.-B. I. 35 v. It., V. 25: Frh. v. lt. und IX. 6: derName verwechselt mit Frh. v. Schoben auf Cronfeld. — W.-B. d. Kgr. Bayern, ni. 95: Buf-