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dienstc erhielt er den Freiherrnstand. — Franz Freili. v. Raule, geb.1795, Doctor der Philosophie und Rechte, Präsident des k. k. Han-delsgerichts zu Wien, emerit. Dccan der Hochschule daselbst, hattesich 1829 mit Barbara Jankovsky, gest. 1833, vermählt. Aus dieserEhe stammt Freili. Theodor, geb. 1830, k. k. Landesgerichts-Adjunctund Untersuchungsrichter, verm. in erster Ehe 1859 mit Marie Edlenv. Gözsy, geb. 1836 und gest. 1862, und in zweiter 1862 mit EmilieFreiin v. Eskeles. Aus der zweiten Ehe stammt ein Sohn: Richard,geb. 1863.
Goneal. Tasclienl». (1er freili. Häuser, 1863, S. 741 und 42 und 1864, S. 614.
Raumer (Wappen nach dem Diplome von 1692: Schild geviert-,mit Mittelschilde. Mittelschild der Länge nach getheilt; rechts inGold ein an die Theilungslinie angeschlossener, halber, schwarzer Ad-ler, und links in Roth ein silberner, von drei, 2 und 1, silbernen Mond-chen begleiteter Querbalken. 1 und 4 in Gold eine grüne Cedernuss[nach Angabe Anderer: in Gold ein grün belaubter, oben spitzzugehen-der Baum], und 2 und 3 in Blau ein goldener Stern, und das ein-fachere Wappen , wohl nach dem Diplome von 1708: Schild der Längenach getheilt: rechts in Blau eine goldene Sonne, und links in Goldeine grüne Cedernnuss). — Altes, _in früher Zeit Ramer, Raamer,Raumer v. Rain, Raumer zu Rain und v. Rain geschriebenes, ursprüng-lich oberpfälzisches Adelsgeschlecht. Als im 30jährigen Kriege dieOberpfalz an Bayern kam und die katholische Religion gewaltsam ein-geführt wurde, wanderte Georg v. Raumer, um der reformirten Reli-gion treu zu bleiben , als junger Mann, mit Hinterlassung seines Ver-mögens, aus und studirte, den Adel niederlegend, Theologie. DerZufall, wohl höherer Wille von Oben, führte ihn nach Dessau, wo er eingeistliches Amt erhielt und 1691 als Superintendent und Consistorialrathstarb. Aus der Ehe mit Dorothea v. Bergen entsprossten mehrereSöhne. Der Aelteste, Friedrich Gottlieb, starb 1728 unvermählt alsdes anhaltschen Hauses Gesammtrath und Regierungsdirector, nach-dem er 1693 für sich und 1708 für seinen Neffen, Johann Georg, denAdel seiner Familie durch kaiserliche Diplome hatte erneuern lassen.Johann Georg v. R. war ein Sohn des jung verstorbenen Ephraim Jo-' nathan R. — zweiten Sohns des obengenannten Georg R. —, aus derEhe mit der Tochter des anhaltschen Kanzlers v. Milagsheim —. Der-selbe wurde frühzeitig mit dem „alten Dessauer", dem Fürsten Leo-pold , sehr vertraut, begleitete ihn auf allen Feldzügen und Reisen, hatüber dieselben interessante handschriftliche Memoiren hinterlassen,starb 1747 als anhaltscher gesammter Geh.-Rath und Präsident derRegierung und hinterliess aus der Ehe mit der Tochter des Kanzlersv. Reinhart zwei Söhne: Leopold Gustav Dietrich und Carl AlbrechtFriedrich. Letzterer, geb. 1729, trat in k. preuss. Militärdienste,machte die Feldztige Friedrich's II. mit, stieg nach und nach zum Ge-nerallieutenant und Chef eines Infanterieregimentes, wurde auch 1794Gouverneur des von ihm eroberten Danzig und starb 1806, ohne ausseiner Ehe mit Dorothea Grf. v. Küssow Nachkommen zu hinterlassen.— Ersterer, Leopold Gustav Dietrich v. R., geb. 1726 und gest.