— 347 —
Schlacht bei Esseck in Ungarn gegen die Türken, ein Freih. v. Raschinwar im 30jährigen Kriege k. schwed. Oberst und Rudolph Peter v. R.um 1709 kaiserl. Mundschenk.
Baibin, in Stemmat. Prooemio, S. 32 und 82 und Miscell. Boliem. Lib. I. X)ec. 2. —Gauhe , I. S. 1799. — Zedier , 30. S. 891.
Raschitz, Ratschütz, Raszyc, Raszycki. Ein dem polnischenStamme Wiesze einverleibt gewesenes und in Schlesien begütert ge-wordenes Adelsgeschlecht, welches bereits 1461 zu Klein-Kotulin un-weit Tost und Gleiwitz sass, im 17. Jahrh. mehrere andere Güter inne hatteund noch 1700 zu Summin und Szitna, und 1709 zu Poppelwitz imOhlau'schen gesessen war. In Polen schrieb sich dasselbe Koslovskyund Raschitz und Paprocius, Specul. Moray., führt zuerst den Stephanv. Raschitz und Klein-Kottulin um 1461 an. Später lebte ein v. Raschitzund Strzirbitz im Ratiborschen. Von dem Enkel desselben, GeorgWenzel v. R. auf Gaschowitz und Ganiowitz, ebenfalls im Ratiborschen,gest. 1682 , entspross Wenzel Heinrich v. R. und Stzirbitz auf Poppel-witz, welcher, nachdem er seinen Stamm durch einen Sohn fortgesetzt,1709 starb.
Sinapius . II. S. 904. — Gauhe, I. S. 1799. — Zedier , 30. S. 895. — Freih. v. Le-debur , II. S. 258.
Rasclike, Ritter. Böhmischer Ritterstand. Diplom von 1736für Ignaz Franz Rasclike, Arzt in Schlesien.
Afegerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 194. — Freih. v. Ledebur, II. S. 258.
Rasclike, Raschkow, Rasclikau, Raschen (Schild von Roth undGold der Länge nach gctheilt, mit zwei geharnischten, silbernen Ar-men , welche ein mit der Spitze nach unten gekehrtes Schwert halten.Wie angegeben, führte Anna v. Raschkau, vermählte v. Roebel, dasWappen ihrer Familie, während der Vater derselben, Dietrich v. Rasch-kau zu Vorberg und Redlitz unweit Calau, Amtmann zu Beeskow,1577 nach Freih. v. Ledebur ein Siegel führte, in welchem ein gehen-des Reh zu sein scheint). Altes, im Brandenburgischen und Sächsi-schen mit mehreren Gütern ansässig gewordenes Adelsgeschlecht, nichtzu verwechseln mit der alten, thüringischen Familie v. Raschau. Das-selbe sass bereits 1550 zu Prossmarke unweit Schweinitz a. d. Elster,1573 zu Redlitz und Vorwerk bei Calau, 1577 zu Aulick zwischenPegau und Zeitz, zu Dahme unweit Jüterbogk, zu Selchow bei Bees-kow u. s. w., und erwarb später mehrere andere Güter. Der Stammblühte fort und nach Rauer war 1857 Constans Moritz Julius v. Rasch-kau Herr auf Vorberg (alter Besitz und Fideicommiss) im Kr. Calau.
Freih. v. Ledebur, II. S. 258. — Siebmacher, II. 50. —
Raseclien. Altes, pommernsches Adelsgeschlecht, welches zuBentz auf der Insel Rügen wohnte,
Micrael, Lib. VI. S. 370. — Zedier, 30. S. 807.
Rasfeld, Raesfeld, s. Raesfeld, Raesfeldt, Rasfeld,Rassfeldt, auch Freiherren, S. 323 und 324.
Rasp, Grafen und Freiherren. Erbländ.-österr. Grafen- undFreiherrnstand. Grafendiplom von 1708 für Johann Ludwig Freiherrnv. Rasp und Freiherrndiplom von 1766 für Lorenz v. Rasp, k. k.