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Raet (Rat, auch Rath), Raet-Bögelskamp, Freiherren. Im Kgr.
Preussen anerkannter Freiherrnstand. Anerkennungsdiplom vom 23. Mai1844 für den Oberlandesgerichts-Referendarius v. Raet-Bögelskamp zuSteinfurt, unter Berufung auf ein desfallsiges Diplom von 1416 und aufeinen Confirmationsbrief vom 14. Mai 1703. Schon früher, 12. Febr.1753, soll eine Bestätigung des Freiherrnstandes der Familie erfolgtsein. — Friedrich Wilhelm Ferdinand v. Raet, genannt Bögelsheim,gest. 1830, fttrstl. bentheim-steinfurt. Archivrath , hat sich durch meh-rere Schriften, namentlich durch die 1805 erschienenen Beiträge zurGeschichte Westphalens bekannt gemacht. Von demselben entspross:Freih. Friedrich Philipp Wilhelm Carl Maria, geb. 1809, k. preuss.Appellationsgerichts-Referendar und Buroauclief zu Hamm, verm. 1846mit Aurelie Henriette Yiebahn. Von des Vaters Bruders Sohne, demFreih. Alexander, gest. 1833, Herrn zu Bögelskamp, vorm. k. west-phälischenInspecteur des revues, späterniederländ. Major, stammtausder Ehe mit Luise v. Apell, gest. 1859, eine Tochter, Freiin Clotilde,Stiftsdame zu Lippstadt.
Freih. v. Ledebur , II. S. 253 und Desselben dynastische Forschungen, II. S. 33. — Ge-neal. Täschenb. der freih. Häuser, 1858, S. 513: geschieht!. Uebersicht und Stamm- und Ahnen-tafeln, I. Theil, 1859: Wappen, S. 603, 1860, S. 637, II. Theil und 1864, S. 612.
Ragel, Ragel v. Schönstem, auch Freiherren. Ein im Breiss-
gau vorgekommenes Adelsgeschlecht, welches später auch den Frei-herrnstand erhalten hatte. Nachdem der Mannsstamm erloschen, starbauch der Name des Geschlechts mit einer adeligen Dame, Ragelv. Schönstein, welche 117 Jahre alt geworden sein soll, 1729 aus.
Gauhe , II. S. 925: nacli liandschriftl. Angaben.
Ragersdorf. Böhmisches Adelsgeschlecht, welches in der erstenHälfte des 18. Jahrhunderts auch in Deutschland blühte.
Zedier, 30. S. 031.
Ragewitz. Altes, meissensches Adelsgeschlecht, aus welchemmehrere Sprossen in kursächsischen Staatsdiensten zu hohen Aemterngelangten. Christoph v. Ragewitz auf Bornitz und Stösitz, welcher1530 erst als Rath des Herzogs Georg zu Sachsen, und nach dessen Todeals Rath des Herzogs Heinrich zu Sachsen auf dem Reichstage zu Augs-burg war, starb 1575 alskursächs. Rath; Hans Christoph v. Ragewitzlebte im letztgenannten Jahre als Truchsess am kursächs. Hofe; Bal-thasar V.R., 1542 als herzogl. sächs. vornehmer Rath mit wichtigenGesandtschaften betraut, starb später als der letzte Domdeckant zuFreiberg, s. Möller, Chronic, und Annal. Freyberg, a. m. 0., undAlexander v. R. a. d. H. Stösitz ging 1629 als kursächs. Hausmarschall,Küchenmeister und Amtshauptmann zu Chemnitz und Lichtenwalde mitTode ab. Nach dieser Zeit findet man den Namen des Geschlechtsnicht mehr erwähnt.
Knauth, S. 554. — Gauhe , 1. S. 1774 und 75. — Zedier, 30. S. 632. — Siebinacher, I.155: v. Ragewitz, Meissnisch.
Raglovicli zum Rosenhof. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplomvom 20. Octbr. 1671. — Ein Urenkel des aus der Grafschaft Görzstammenden Empfängers des Diploms, Clemens Wenzeslaus Carl Jo-seph v. Raglovicli zum Rosenhof, wurde in die Adelsmatrikel des Kgr.