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Raednitz. Ein durch das Wappen des Heinrich Rädnitzers imW.-B. des Costnitzer Concils bekannt gewordenes Adelsgesclilecht,welches dem Wappen nach zu der Familie v. Redwitz oder Retwitz,s. unten den betreffenden Artikel, gehörte.
v. Meding , III. S. 503.
Riinckl, Edle v. Reneken. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplomvon 1733 für Andreas Riinckl, fürstl. auerspergschen Oberpfleger undLandgerichtsverwalter der Herrschaft Weiss, mit: Edler v. Rencken.
Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 415.
Raesewitz, Raesewitz, genannt Passei. Böhmischer Adelsstand.Diplom von 1720 für Georg Christoph Ferdinand Passei, Herrn aufMogelhoff und Hof- und Consistorialrath zu Grätz, mit den Namen:Raesewitz, genannt Passei. Derselbe, geb. 1643 und gest. 1720 —ein Enkel des herzogl. ölsnischen w. Regierungsraths Conrad Passei,verm. mit Martha v. Flandrin, und ein Sohn des Georg Passei aufTaschendorff, gest. 1644, ebenfalls als fürstl. ölssischer w. Regierungs-rath, aus der Ehe mit Barbara Elisabeth v. Mingen, — geb. 1643und gest. 1720, war anfangs Hofmeister des jungen Grafen von ReussHeinrich des IV. älterer Linie zu Plauen, und dann der jungen Gra-fen v. Ronow und Bieberstein. 1678 wurde er gräflich reussisclierHof- und Consistorialrath zu Greiz, wo er sich mit Maria Sophie Edlev. d. Planitz a. d. H. Ober-Göltzsch vermählte, die aber schon 1680starb, worauf er sich in das Lesen theologischer Schriften vertiefte undin Folge dieser Arbeiten 1681 zur katholischen Kirche übertrat. Spä-ter, 1689, vermählte er sich in zweiter Ehe mit Susanna Constantiav. Ottengrtin a. d. II. Altenstadt in der Ober-Pfalz, ging nach Egerund kaufte dann bald das Rittergut Mogelhoff in der LandgrafschaftLeuchtenberg, eine Stunde von Leuchtenberg gelegen. Aus seinerEhe entsprossten nur drei Töchter, von denen die älteste bald nach derGeburt starb.
Nov. lit. German, ann. 1705, S. 214. — Sinapius , Olsnograph. I. S. G72 und 961. —Jocher Compend. Gelelirten-Loxic., Ausg. von 1726, II. S. 704 und 705. — Gauhe, II. ß. 922-25. - Zedier , 30. S. 575.
Raesfeld, Raesfeldt, Rasfeld, Rassfeit, auch Freiherren.Im'Kgr. Preussen erneuerter, alter Adelsstand. Erneuerungsdiplomvom 29. August 1729 für Johann Peter v. Raesfeld, clevischen Geh.Kriegs- und Domainenrath (gest. 1764 als Regierungspräsident zuCleve), und für den Bruder desselben, Anton Otto v. R. — Die Ein-verleibung der Familie in die Freiherrnclasse der Adelsmatrikel desKönigreichs Bayern erfolgte 25. Juni 1841. — Altes, westphä-lisches Adelsgeschlecht, welches im Clevesclien und später auch in denNiederlanden, am Niederrhein und in Westpreussen begütert wurde.Die Familie sass bereits 1284 zu Raesfeld unweit Coesfeld und brachtedann mehrere andere Güter an sich. Das gleichnamige Stammschlosskam schon um die Mitte des 16. Jahrhunderts durch Vermählung andie Familie v. Velen (Vehlen). In Ober-Issel stand später dem Ge-schlechte namentlich die Herrschaft Twickelo zu. — Bernhard v. Raes-feld, a. d. H. Hameren, gest. 1566, wurde 1557 Bischof zu Münster,
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