Sachsen und wurde mit mehreren Gesandtschaften betraut, und um die-selbe Zeit war Otto v. P., J. LT. I)., bei dem genannten Herzoge Rathund Kanzler. Derselbe eröffnete insgeheim 1527 dem Landgrafen Phi-lipp dem Grossmüthigen von Hessen. Herzog Georg habe mit dem Kö-nige von Böhmen , Clmr-Mainz, Chur-Brandenburg, den Bischöfen zuSalzburg, Bamberg, Würzburg u. s, w. zu Breslau ein Bündnuiss widerdie Protestanten geschlossen und rief so die in der damaligen Zeit sowichtigen, seinen Namen führenden Pack'schen Händel hervor, welchesehr sorgsam in der unten angeführten Schrift von M. J. G. Kneschkeerörtert worden sind. Otto v. Pack floh später in die Niederlande, dochbrachte es Herzog Georg endlich dahin, dass derselbe 1536 zu Ant-werpen enthauptet wurde. Nach ihm scheint der Name Pack im Meis-senschen nicht mehr vorgekommen zu sein. — Mehrfach wird bestritten,dass diemeissenschc Familie v. Poigk oderPoig mit der Familie v. Packeines Stammes gewesen sei, doch spricht für diese Stammverwandtschaftdie Heraldik. Beide Familien führten in Silber zwei rothe Pfähle, aufdem Helme aber die v. Poigk einen offenen, schwarzen Adlersflugund die v. Pack rechts einen die Sachsen einwärtskehrenden, schwar-zen Adlersflügel und links einen Katzenschwanz von natürlicherFarbe.
Sleidan , Comment. de statu religionis etc. Lib. YI. — Magnm, Sorauisclie Chronik, S. 5.— v. Seckendorf , Histor. Luther., Lib. I. II. III. — Horn, Henricus lllustris, S. 296. — JCnauth,S. f»4G. - Val. König , I. S. 739-47. — Sinapius, I. S. 686. - Gauhe, I. S. 1566-68. —[Zedier, 26. S. 109 und 10. — M. Joann. Godof. Kneschke, de turbis Paccianis, Comment. I.et IL, Zittaviae, 1814. — Siebmacher , I. 155: v. Pack, Meissnisch. — v. Meding. 1. S. 440.
Packenreiter, Packhenrex auf Sendling und Holzhausen, Ritterund Edle. Reichsritterstand. Diplom vom 18. Juni 1714 für ChristophPackenreiter, kurbayer. Hofkammerrath und Mttnz-Amts-Commissarmit: Edler v. -— Der Stamm blühte fort und zwei Urenkel des Em-pfängers des Ritterdiploms, die Gebrüder: Carl Theodor Ritter v. P.,geb. 1778 und Wilhelm Maria Ritter v. P., geb. 1782, k. bayer.Rechnungs-Commissar der Lehen- und Hoheits-Section zu München,wurden nach Anlegung der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern in dieselbeeingetragen.
t>. Lang, S. 466 und 67. — W.-B. des Kgr. Bayern, VII. 59.
PacMsch v. Festenberg, s. Festenberg, Packisch oderBackisch genannt, Bd. III. S. 236 und 37.
Packmohr. Altes, früher zu dem in Ostpreussen begüterten Adelzählendes Geschlecht, welches bereits 1550 zu Gauten, Jaeglack undStettenbruch sass, später mehrere andere Güter an sich brachte undnoch 1727 zu Pütz und Stettenbruch, 1729 zu Jaeglack und Kolheimund 1752 zu Marxheim begütert war, dann aber ausgegangen ist.Andreas Packmohr war um 1562 Oberst des Herzogs Albert in Preussenund um dieselbe Zeit lebte auch ein v. P. als herzoglicher Rath. Eink. dän. Oberst v. T. zeichnete sich um 1673 aus, lebte dann in Arn-stadt und vermachte den dortigen Kirchen, Schulen und der BarfüsserKirchen-Bibliothek eine bedeutende Summe.
Tenzel, monatl. Unten-, 1704, S. 488. — Acta Boruss. II. S. 820. - Gauhe, II. S. 843-40. - v . Hellbach, II. S.