Pabsdorf (in Roth drei aufrecht neben einander stellende, silberneKornähren). Reichsadelsstand. Diplom vom 20. Febr. 1800 für Jo-hann "Wilhelm Pabsdorf. Die Familie gehörte zu dem Adel in Ivur-sachsen, hat aber nach Allem nicht lange geblüht.
Handschrift!. Notiz.
Pabst (in Blau das Brustbild eines Papstes im vollen Ornate). ImKgr. Preussen erneuerter Adelsstand. Diplom vom 18. Januar 1712für die Vettern: Johann Moritz Pabst, Cleve - märkischen Justiz-undHofgerichtsrath, auch Oberwärdgrafen und Johann Heinrich Pabst,cleve - märkischen Weg-Grafen. Ersterer wurde 1715 k. pr. Geh.-Rath.Die Familie besass 1775 im Zütphenschen das Gut Blencke. —
, N. Pr. Ad.-L. IV. S. 20. — Fahne, II. S. 3 lind 4. — Freih. v. Ledebur . II. S. 176.
Pabst v. Oliain, Oliayn (in Gold ein blauer Querbalken, belegtmit drei neben einander stehenden sechsstrahligen, goldenen Sternen).Sächsiches, seit der Mitte des 17. Jahrh. bekanntes Adelsgeschlecht,von welchem v. Uechtritz Nachrichten von 1656 bis 1790 aus .denKirchenbüchern zu Zittau und Freiberg gegeben hat. — MehrereSprossen des Geschlechts kommen in älteren Listen der Kur- und k.säclis. Armee vor und in neuerer Zeit standen Mehrere in k. preuss.Militair- und Civildiensten. Ein P. v. 0. war 1836 Major im 40. In-fanteriereg, und ein Anderer 1845 Ober-Landesgerichtsrath zu Naum-burg. Die Familie besass früher einen Antheil an Pethau bei Zittau.
v. Uechtritz, diplomat. Nachrichten, II. S. 77—79. — N. Pr. A.-L. IV. S. 19: das ange-gebene Wappen ist unrichtig. — Freih. v. Ledebur, II. S. 176. — Ti/rorf, II. 198. — Kneschkc,II. S. 331.
Paccassi, aucli Ritter und Freiherren. Erbländ.-österr. Adcls-Reichsritter- und erbländ.-österr. Freiherrnstand. Adelsdiplom von1764 für Nicolas I'accasi, Oberhof-Architecten, mit Edler v., Ritter-diplom von 1764 für Denselben und Freiherrndiplom von 1769 eben-falls für Denselben.
Megerle v. Mühlfeld, S. 74, 133 und 237.
Pace, Pace-Friedensbei'g, Grafen. Erbländ.-österr. Grafenstand.Diplom von 1690. — Altes, ursprünglich spanisches Geschlecht, wel-ches seit 1336 unter dem Triestiner Adel rühmlichst erwähnt wird.Ein Zweig des Geschlechts wendete sich im 15. Jahrh. in die Staatender Republik Venedig und nachdem mehrere Glieder der Familie, na-mentlich Carlo Maria Conte Pace, k. k. Feldmarschalllieutenant undcommandirender General in Böhmen, in der k. lc. Armee zu JiohenEhrenstellen gekommen waren, wurde dieser Zweig 1675 in den erbl.-üsterr. Freiherrnstand und später, wie angegeben, in den Grafenstandversetzt. Die Aufnahme in die steierischen Stände erfolgte 1686. —Der Stamm blühte dauernd fort und die jetzigen Grafen v. Pace sindNachkommen des 1825 verstorbenen Grafen Rudolph Peter, k. k.Kämmerers und Hauptmanns, aus der Ehe mit Luise Grf. v. Beroldingen,geb. 1793 und gest. 1838. Das Haupt des gräflichen Hauses ist jetztder ältere Sohn des Grafen Rudolph Peter: Wilhelm Gr. Pace, Freih.v. Friedensberg, geb. 1819, Landeshauptmann der gefürsteten Graf-schaft Görz und Gradisca. Die beiden Brüder desselben, neben einer