Druckschrift 
Des Heil. Röm. Reichs Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon : Darinnen Die heut zu Tage florirende älteste und ansehnlichste Adeliche, Freyherrliche und Gräfliche Familien nach ihrem Alterthum und Ursprunge ... vorgestellet werden
Entstehung
Seite
1399-1400
Einzelbild herunterladen
 

iZ99 Saltza.

zehlet; /'.///. />.

^oo. Imhdsfs ^o/. ^sc. /M/>. />

Saltza.

Diese uhralte Adeliche Familiebesitzet heut zu Tagein der Ober-Lau-sitz s allwo sie vor Zeiten sehr weit-läusfrig gewesen) die Güter Glieder-Luchteuau und Nlingendorsf.Sie hat auch in Schlesien vor lan-gcnZeitenim Glogauischen Fürsten-thum auf dem Hause Haußdorfstsich ausgebreitet, gleichwie sie auch inBöhmen bekannt worden, und noch/.nno 1709. Wentzcl Clemens vonSaltza als Starosia der KöniglichenLandtafel fionret hat. Deren Ur-sprung betreffend, will solchenin der Gchlest Chronic z'.aus der Ober-Lausitz herführen, allwoderen Stamm-Hauß Saltza gelegenseyn soll. Allein da dieses vornehmeGeschlecht von den alleraltesten Zei-ten an in Thüringen in Flor gewesen,auch die Stadt Aangensaliza ihrenersten Ursprung von denselben hat,solche auch biß ^nno 1409. fda dermannliche Stamm derer von Saltzain Thüringen, wie Tromsdsvfst inbey Beschreibung diesesOrts meldet, erloschen seyn soll) vondieser Familie besessen worden, sowerden wir mit bessern Grunde sa.gen, daß sie Thüringischer Ankunfftsey. Schon ^nno i2il. ist Herr--mann von Saltza ein Thüringischervon Adel zum Ordens - Meister er-wehlet worden, und soll dessen Lebenhernach besonders beschrieben wer-den. In 60^ />. istein Brief Günthers von Saltza cloZ^nno ,287. zu lesen, darum er sein

Saltza) 7400

Hauß zu Goldbach dem Closter zumheiligen Creutz zü Gotha verschrei-bet. Zur selbigen Zeit hat Wernervon Saltza gelebet, welchen Leuck-seid-« einen

Käyserl. Cammer-Herrn, wie aucheinen Sohn Conradt nennet, und vonihm berichtet, daß er ^nno 1288. ei-nen Ort zum Bcgrabniß im ClosicrWalckenried erhandelt; er soll son-sten Schieferstein seyn genennetworden, vielleicht von seinem also ge-nannten Schlosse, darauf er gewoh-net. Nachgehends findet man, daßdie von Saltza in Thüringen sich ed-le Herren von Salya gcnennct,wie denn Herrmann ^.nno 14.10. undein anderer dieses Nahmens altisierMünch im Closter Bürge! und Kü-chenmeister ^nno 1501. diesen Cha-racter geführet. Es muß demnachdas, was zuvor aus Tcomsdyrffsangeführet worden, nurvon der Linie die zu Langensaltza ge-wöhnet zu verstehen seyn, und magder gantze männliche Stamm diesesGeschlechts in Thüringen erst im 16.8cculc) abgegangen seyn. Heinrichvon Saltza lebte noch ^nno 1564.als Sachsen - Lauenburgischer Rathund Hauptmann, es mag aber der-selbe zu der Ober-Lausitzischen Kran-cks gehören. Von derselben findetman in Grösstes L.aust /.

zuerst Opitzen von Saltza aufge-zeichnet , welcher ums Jahr 149»,als Königlicher Böhmischer Lom-Mllü-riuz einen Streit zwischen denStädten Görlitz und Sittau wegender Neisse beylegen hclssen. Nachge-hends werden k^arrliXus 1^24.Jacob aufHeydersdorff^nno ,582.undHiob aufEbersbach^nno 1624.unter die AmtS-Hauptleute zu Gör-