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Des Heil. Röm. Reichs Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon : Darinnen Die heut zu Tage florirende älteste und ansehnlichste Adeliche, Freyherrliche und Gräfliche Familien nach ihrem Alterthum und Ursprunge ... vorgestellet werden
Entstehung
Seite
1377-1378
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iz77 Rummel.

Römischen Königs /oleplu lnforma-cor gewesen, und hernach Fürst undBischofs zu Wien worden. Er hatsein Geschlecht in grosses Aufnehmengebracht, und in den Freyherrnstand,gesetzet; Dessen Leben soll hernach be-sonders beschrieben werden. Vonseinen übrigen Brüdern war einerChur-Bayerischer General, welcherHnno 168s den Sturm vor Neuhau-sel commandirte, als er aber Jahresdrauf den Sturm vor Ofen veranstal-ten helffen wolte, mustc er durch einenfeindlichen Schuß in der besten Blü-the seines Alters seinen heldenmüthi-gen Geist aufgeben. Frantz JosephKayserlicher Unter - Jägermeister;und Frantz Ferdinand, Herr zu Wal-dau, Chur-Pfältzischer Pfleger desAmts Pirckenstein fiorirten ^n/1709.und waren vermuthlich des vorge-dachten Bischoffs zu Wien BrudersSöhne. Geifeets Ahnen-Tafelderer von Helldorff RicantsGttom. Pforte

Rummel, (Frantz Ferdinand,Freyherr von) des Heil. Rom.Reichs Fürst und Bischoff zuWien, Herr der HerrschafftenGarsch, Phreutsch, Waldau,Ilsenbach und Buch-berg :c.

Er war aus vorhergehender Fami-lie in der Ober-Pfaltz, allwo gedachter!Massen sein Vater Pfleger zu Weydagewesen, gebohren; Weil er viel Ge-schwister hatte,musie ersm-a studieren,damit er dermaleinst am Pfaltz-Neu-burgischen Hofe eine LKarge verwal-ten und seinen übrigen Geschwisterbeystehen könte. Nachdem er nachAdel. l.exicoll.

Rummel. IZ7Z

sblolvirten llucbis gereiset, ward erauf seiner Rückreise aus Italien mitdem bekannten f. delarco ü' /^vianc»bekannt, welcher ihn vermahnte dengeistlichen Stand zu wehlen. Rum-mel wandte damahls vor, es würdesolches wider seiner Eltern Willen ge-schehen , und gieng hierauf an denPfaltz-Neuburgischen Hos und ließseinem Landes-Fürsten seine Geschick-lichkeitsehen; Weiler aber nicht baldzu einer Bedienung gelangen konrc,begab er sich wieder nach Hause, undgab seinem Vater zu verstehen, daß ergeistlich werden wolte, ließ sich auchwider dessen Willen weihen, und wardein Capellan an einem in dem seinemVater untergebenen Amte gelegenenOrte. Als kurtz hierauf der Pfaltz-Grafvon Neuburg nach Wien gieng,seine Tochte^die Kayserin zu besuchen,und vom Kayser um ein SuKjeÄumzur Information seines Printzens be-fragt wurde, schlug er diesen vonRummel vor, und weil eben an deinTage der ^.viano zum Kayser kam,undaufebenmäßiges befragen ohnge-fehr auf diesen Rummel fiel, nahm esder Kayser vor eine Göttliche Schi-ckung aufließ ihn nach Wien kommen,(so^n. 168 5. geschehen) und ihn zumLehrmeister in geistlichen Sachen sei-nem Printzen solepko vorstellen»Weil die Jesuiten über ihrem Vermu-then von solcher bunölion ausgeschlos-sen worden waren, muste der vonRummel sehr viel Verfolgung vonihnen ausstehen. Einstens hatten siees schon so weit gebracht, daß er seinAmt niederlegen solte; allein Printzkoi'epkuz, welcher ihn ungemem liebte,setzte sich hertzhafft darwider, und er-nährte sich, wofern ihn durch einehöhere Gewalt sein Informator ge-

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