Ingelheim.
Ingelhei m.
Eines der ältesten und ansehnlich-sten Adelichen und numnehro Frey-herrlichen Häuser im Rheinlande/ sovon dem in der Unter Pfaltz liegen-den Flecken Ingelheim, als derenStamm-Hauß, den Nahmen habensoll. Humbracht sänget deren or-dentliche Stamm-Reihe mit Heinri-chen von Ingelheim 94z. an,von seinen Nachkommen wird Mar-tin änno 1165. unter die ThurnierS-Genossen zu Zürch gezehlet; Eber-hard starb H.nrio izoo. und hinter-ließ 2. Söhne, davon der JüngereCarl, sich Bvnfjev von Ingel-heim genennet, welchen Nahmenseine Nachkommenschafst beständiggeführet, biß sie/Mno i;8cz. mitIo-hann Carln erloschen; der Aeltereaber Philipp, errichtete eine eigeneLinie, welche noch floriret, und dieFreyherrliche Würde an sich gebrachthat. Von derselben werden unter-schiedene Schultheißen zu Ingelheimgenennet, vor andern aber ist GeorgeHans anzuführen, dessen Söhnenlelmus kckanciicus V0N t^nno >679.biß 169s. den Ertz - BischöstlichenStuhl zuMayntz besessen,nachdem ervorhero unter den Lsnoriiciz daselbstund eine ZeitlangStadthalter zu Erffurt gewesen.Philipp Ludewig, Amtmann zu Mtl-tenburg und Obrist-Lieutenant, starb/^nno 1657. und hinterließ FrankAdolph Friedrichen,welcher AnfangsChur-Mayntzischer geheimder Rarhund Vitzthum in dem Ringau, her-nach aber Käyserliche? geheimderRath und des Cammer-
Gerichts zu Wetzlar worden. Erhat sich twn>o i<58z. mit einer Freyin
Jörger. 7Z0
von Dahlberg vermählet, und mitderselben 20. Kinder beyderley Ge-schlechts gezeuget, davon noch1706. ihrer 14. am Leber, gewesen, someistens in geistlichen Stand getre-ten. Vom Rhein. Adel 74^44.
Jörger, Ierger.
Diese ansehnliche nunmehro Gräf-liche Familie in Oesterreich hat da-selbst von ,570. biß 1620. dieoberste Erb-Land-Hofmeister-Char-ge besessen, und sind die KäyserlichenOiplomars davon in GrasVOurm-s>rands co/?e-K./>.-74.^. zu lesen,woselbst zugleich /.F/. zuerst Ulncu;Jörger angeführet wird, der seineTochter Adelheiden^. iz;o.anRue^gern von Hohenfeld mit ioo. PfundGroschen ausgestattet. Es soll aberdieses Geschlecht von dem uhraltenRitter-Sitze L.Georgen oder Görgenin Ober-Weyer den Nahmen bekom-men haben, wie Scenen»4 7>.77^. berichtet, und
no i255«Helmharden und 1271.Herrmannen anführet, mit dem er-steren sänget die Stamm»Reihe an, er fetzet ihn aber ins 14t«Leeulum. Von dessen Nachkow^men war Wolffgang bey den Käu-fern k^laximilianc» I. und Lsrolu V.Rathund Ober-Landes-Hauptmarmin Nieder-Oesterreich, nachgehendsaber KäyserS beräinanäi j. geheim-der Rath; er starb ,^4. undhinterließ z. Söhne, von welchenChristoph setzet lobizn-ne-i) den Stamm aLein beständigfortgesetzet, und den BeynahmenTollet von einem ihm zuständigen
Schlosse