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Flcmmmg, Mminge.
Diese Freyherrliche und GräflicheFamilie ist eine der aller ältesten undansehnlichsten in Pommern, von darste sich auch in andere Reiche und Län-der ausgebreitet hat, wie hernach sollgesaget werden. Es hat JoachimFriedrich Schmidt eine Leneslo-gie derselben heraus gegeben, worinner dessen Ursprung von den alten rö-mischen herleitet, die stehdurch ihre Tapsserkeit und Klugheitunendlich um Rom verdient gemacht,wie davon beym
zu lesen. Von denselben sotteneinige zu den Zeiten des Heldens^?»-/-co/-- nach Britanien gekommen seynund ihr Geschlecht durch Engel-Schott-und Irrland ausgebreitet ha-ben, allwo sie nachgehendö zu grossenvlgnitäten gelanget, wie sie dennReichS-Ertz-Cämmerer von Schott-land gcnennet, und sonsien unter dieLords und Parlaments Herren gezeh-let werden, wie beym zu
sehen» Heut zu Tage besitzen sie inSchottland insonderheit die Herr-schafft Wigton, aus welcher brsnckeder noch tlmno 1714. lebende lllaci-äu! von Flemming Abt bey denSchotten zu Regenspurg hergestam-met. Aus Schottland soll einer miteinem ausgerüsteten Kriegs - Schiffehernach in Pommern gekommen undder Stamm-Vater dieses Geschlechtsdaselbst geworden seyn; Allein weilEngelland und Schottland niemahlsColonien in Teutschland, noch weni-ger in Pommern geschicket, hingegenPommerischeAnglen mit denSachsenvormals in Britanien gezogen unddem gantzen Lande den Nahmen En-gelland gegeben, so ist glaublicher daß
Flemming! 410
dieEngelländischeFleminge aus Pom'mern mögen dahin rr2N5porkiretwor»den seyn, wie wohl noch nicht erwiesen,daß die Engelländische Flemmingsmit denen in Pommern einerley Ge-schlechts seyn, Massen viele vornehm«Familien in Britannien äoriren, wel-che gleichen Nahmen mit ansehnlichenund alten Adelichen Familien inTeutschland haben, aber in keiner Ver-wandschafft stehen, noch einerley An-kunfft seyn, e.g. die Gürtler so heutzu Tage den Hertzoglichen Titul vonOrmond führen, und von den Butt-lern in Hessen gantz unterschieden sind,maffen jene von ihrem Amte, da sieOber-Schencken (ChiefButtler)vonIrrland vor Zeiten gewesen, den Nah-men erhalten, diese aber in Hessen vonihren daselbst gelegenen Stamm-Schlosse Buttler also sind benahmtworden. Es ist demnach wahrschein-licher, daß diese uhralte Familie vonFlemming ihren Ursprung von denVölckern habe, so von Kayser Larolc»dll. im 4ten Jahre seiner Regierungaus Nieder-Sachsen (allwo sie jenseitder Elbe gewohnet, und dessen Platzhernach die Obotriten eingenommen)weil sie wider ihm rskelliret hatten,vertrieben worden, und hierauf ihrenSitz in Flandern,wo die StädteGent,Brügge :c. liegen, genommen, wie sol-ches
c. erzehlet. Selbige wurden vonden dasigen Einwohnern die Flämin-ge oder Fleminger das ist Teut-schen genennet, gleichwie hernach diegantze Gegend von ihnen das Flämi-sche oder teutsche Flandern benahmtworden, welchen Nahmen auchTvymsdorff' in seinerbeybehalten. Nachdem aber Marg-gras ^lbsrcui Urlu, zu Branden-burg